Der Tiroler Landespreis für Wissenschaft geht in diesem Jahr an Wolfgang Streicher, Leiter des Instituts für Konstruktion und Materialwissenschaften an der Universität Innsbruck. Der mit 14.000 Euro dotierte Preis würdigt seine Leistungen auf dem Gebiet der Energieeffizienz und der nachhaltigen Gebäudetechnik. Die offizielle Verleihung findet am 12. Oktober im Landhaus statt.
Auszeichnung für Energieeffizienz-Forschung
Wolfgang Streicher leitet neben dem Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften auch die Abteilung für Energieeffizientes Bauen an der Universität Innsbruck. Die Jury begründet die Auszeichnung mit seinen wissenschaftlichen Beiträgen in diesem Bereich. Streicher hat zudem die Tiroler Energieszenarien maßgeblich mitentwickelt.
Gemeinsam mit dem Hauptpreis wird auch ein Förderungspreis vergeben. Er ist mit 4.000 Euro dotiert und geht an Simon Beck, Universitätsassistent am Arbeitsbereich Energieeffizientes Bauen der Universität Innsbruck. Beck wurde auf Vorschlag von Streicher für diese Auszeichnung nominiert.
Langjährige Tradition der Auszeichnung
Der Tiroler Landespreis für Wissenschaft wird seit 1984 jährlich vom Land Tirol vergeben. Er dient der Anerkennung herausragender wissenschaftlicher Leistungen. Grundsätzlich sollen mit solchen Landespreisen Forschungsarbeiten sichtbar gemacht werden, die über den akademischen Bereich hinaus gesellschaftliche oder wirtschaftliche Relevanz besitzen. Themen wie Energieeffizienz und nachhaltige Gebäudetechnik gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung, da der Gebäudesektor einen erheblichen Anteil am Energieverbrauch und an den Treibhausgasemissionen hat.
Bei vergleichbaren Wissenschaftspreisen auf Landesebene werden neben etablierten Forschenden häufig auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler durch gesonderte Förderpreise unterstützt. Damit soll wissenschaftlicher Nachwuchs frühzeitig gefördert und sichtbar gemacht werden. Üblicherweise erfolgt die Nominierung für solche Förderpreise durch erfahrene Forschende, die mit den Arbeiten der jeweiligen Nachwuchskräfte vertraut sind.






