UNESCO gibt grünes Licht für Festspielhaus-Umbau in Salzburg

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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UNESCO und ICOMOS genehmigen Umbaupläne für Salzburger Festspielbezirk

Der internationale Denkmalschutzrat ICOMOS und die UNESCO haben grünes Licht für den geplanten Umbau des Festspielbezirks in Salzburg gegeben. Dies geht aus dem Abschlussbericht einer Prüfmission hervor, die im November 2025 das Projekt vor Ort begutachtet hatte.

Die Baupläne im Mönchsberg und beim Neutortunnel gefährden demnach das UNESCO-Welterbe Salzburger Altstadt nicht. Das Großbauprojekt werde keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf die Authentizität und Integrität der Welterbestätte haben. Der Eingriff sei in seinem Umfang begrenzt und umfasse Maßnahmen zur Eindämmung des Lichtaustritts.

Tunnel, Kaverne und Neubau

Die Salzburger Festspiele planen einen vom Neutortunnel abzweigenden einspurigen Zufahrtstunnel zu einem neuen Werkstättenbereich im Mönchsberg. Dort soll eine neue Kaverne ausgebrochen werden, die eine Montagehalle, Probesäle, Technik- und Einspielräume, Verbindungsgänge sowie eine Anlieferungszone umfassen soll. Das bestehende Werkstättengebäude ist für den Abriss vorgesehen; an seiner Stelle ist ein vollständiger Neubau geplant. Die Pläne hatten in den vergangenen Monaten in Salzburg für Kritik gesorgt.

Die Prüfer beurteilten das Projekt als notwendig, um die langfristige Funktionsfähigkeit des Festivals zu sichern. In einer ersten Bauphase sind die Sanierung des Großen Festspielhauses sowie der Bau eines sogenannten „Hauses im Berg“ vorgesehen. Eine zweite Bauphase soll die Sanierung des Hauses für Mozart und der Felsenreitschule umfassen.

Empfehlungen zum Welterbe-Management

Im Rahmen der Prüfmission beurteilten die Experten auch den allgemeinen Status des Welterbes Salzburger Altstadt. Sie empfehlen Verbesserungen beim Welterbe-Management. Die Stadt Salzburg hat angekündigt, diese Empfehlungen umzusetzen.

Der Prüfbericht wird zwischen dem 19. und 29. Juli 2026 bei der Sitzung des internationalen UNESCO-Welterbekomitees im südkoreanischen Busan diskutiert.