Viennale 2026 steht unter dem Motto „Monster“ – Aldrich-Retrospektive und neues Jugendabo angekündigt

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Die Viennale 2026 findet von 22. Oktober bis 3. November statt und stellt ihre Ausgabe unter das Motto „Monster“. Das Festivalplakat zeigt einen Nordpazifischen Glattwal aus dem Buch „Geishi“ von Naki Josuiken aus dem Jahr 1794. Direktorin Eva Sangiorgi präsentierte die ersten Programmpunkte am 28. August 2026 im Wiener Volksgarten Pavillon.

Erste Programmhighlights und neues Jugendangebot

Da die Viennale heuer in die Herbstferien fällt, gibt es erstmals ein spezielles Angebot für junge Kinogänger: Jugendliche ab 14 Jahren können ein Ferien-Abo um 20 Euro buchen, das vier Filme an vier Tagen umfasst. Gezeigt werden dabei Werke von Dong Jie, Eva Trobisch, Eivind Landsvik und Kohei Kadowaki. Das Abo ist ab sofort erhältlich.

Zu den angekündigten Filmen zählt Sandra Wollners „Everytime“ mit Birgit Minichmayr, der in Cannes und Sarajevo ausgezeichnet wurde und in Wien erstmals zu sehen sein wird. Ebenfalls im Programm steht die Koproduktion „Das geträumte Abenteuer“ von Valeska Grisebach, die in Cannes mit dem Großen Preis der Jury geehrt wurde. Tizza Covi und Rainer Frimmel stellen ihren Film „Wiener Blues: The Loneliest Man in Town“ vor. Ulrike Ottinger präsentiert „Die Blutgräfin“ mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle, die Schauspielerin wird dafür nach Wien reisen. Manuel Wetscher feiert mit „Eklipse“ und Katarina Rabl mit „Erinnerungen eines Waldes“ jeweils ihr Langfilm-Debüt beim Wiener Publikum. Das gesamte Festivalprogramm wird am 13. Oktober 2026 vorgestellt. Für die Dauer des Festivals wird das Funkhaus in der Argentinierstraße zur Viennale-Zentrale.

Retrospektive widmet sich Robert Aldrich

Einen Schwerpunkt der Viennale 2026 bildet die Retrospektive zum Schaffen des US-amerikanischen Regisseurs Robert Aldrich (1918–1983), die in Kooperation mit dem Filmmuseum Wien realisiert wird. Kurator ist Christoph Huber, zur Reihe erscheint zudem ein Buch. Aldrich zählt zu den vielseitigen Regisseuren des klassischen Hollywood-Kinos und drehte in unterschiedlichen Genres, von Film noir über Kriegsfilm bis Melodram.

Retrospektiven gehören traditionell zum festen Bestandteil des Viennale-Programms. Sie ermöglichen es dem Publikum, das Gesamtwerk einer Regisseurin oder eines Regisseurs im historischen Kontext zu sehen, oft ergänzt durch restaurierte Kopien und begleitende Publikationen. Solche Reihen entstehen häufig in Zusammenarbeit mit Filmarchiven und Filmmuseen, die über entsprechende Bestände und restauratorisches Fachwissen verfügen.

Weitere Spezialprogramme abseits des Hauptprogramms

Neben der Aldrich-Retrospektive widmet sich eine eigene Spezial-Schiene dem slowenischen Filmemacher Vasko Pregelj (1948–1985), gezeigt wird in diesem Zusammenhang auch der Dokumentarfilm „Alpe Adria Underground!“. Das experimentelle Kino von Phil Solomon (1952–2019) ist mit der Reihe „Die Solomonischen Korrespondenzen“ vertreten. Sechs Arbeiten sind der libanesischen Journalistin und Filmemacherin Jocelyne Saab (1948–2019) gewidmet, die in den 1970er-Jahren mit ihrer „Beirut-Trilogie“ den Bürgerkrieg im Libanon dokumentierte.

Ergänzt wird das Programm durch eine vom Filmarchiv kuratierte Schau zum österreichischen Filmschaffen der 1990er-Jahre. Florian Wiedegger stellte dafür fünf Filme zusammen: „Halbe Welt“, „Tempo“, „Jugofilm“, „Slidin‘ – Alles bunt und wunderbar“ und „Ternitz, Tennessee“. Solche thematisch gebündelten Filmarchiv-Schauen bieten in der Regel Gelegenheit, weniger bekannte oder selten gezeigte Werke einer bestimmten Epoche wieder zugänglich zu machen und in einen gemeinsamen historischen Zusammenhang zu stellen.