Weltmuseum Wien zeigt ab September verborgene Schätze aus den Sammlungen

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Das Weltmuseum Wien zeigt ab dem 16. September 2026 die neue Ausstellung „Verborgene Geschichten. Schätze aus den Sammlungen“. Die Schau ist bis zum 30. Mai 2027 zu sehen und gliedert sich in drei Teile, die unterschiedliche Aspekte der Museumsarbeit beleuchten.

Drei Kapitel zu Sammlungsgeschichte und Museumsarbeit

Ein Teil der Ausstellung trägt den Titel „Stein für Stein“ und widmet sich Steinskulpturen aus den Amerikas und aus Asien. Kuratorin Bettina Zorn hat dafür neun Objekte ausgewählt. Die gezeigten Skulpturen waren überwiegend Bestandteile religiöser Bauten, bevor sie im 19. Jahrhundert in die Sammlung des Museums gelangten. Zu den Exponaten zählt eine Frauenfigur, die 2012 katalogisiert wurde. Bei diesem Objekt sind sowohl der Ursprung als auch die Erwerbsgeschichte unklar. Die Objektbeschriftung nennt als mögliche Herkunft „China, Anfang 20. Jh.?“.

Ein weiteres Kapitel der Ausstellung ist einer Schenkung von Brigitte Neubacher gewidmet. Die ehemalige UN-Mitarbeiterin übergab die Objekte im Jahr 2018 an das Museum. Neubacher lebte zwischen 1990 und 2000 in Pakistan und Afghanistan. Ihre Schenkung umfasst zeitgenössische pakistanische Kunst. Sämtliche in diesem Ausstellungsteil vertretenen Künstlerinnen und Künstler haben das National College of Arts in Lahore absolviert, das 1958 nach dem Vorbild des Bauhaus gegründet wurde. Zu den gezeigten Künstlern zählen Salima Hashmi und Quddus Mirza. Kurator Tobias Mörike sowie Claudia Augustat sind an der Konzeption der Gesamtausstellung beteiligt, die von Museumsdirektorin Claudia Banz verantwortet wird.

Der dritte Ausstellungsteil widmet sich dem Thema Haar und wurde von Henrie Dennis kuratiert. Gezeigt werden Kämme aus Materialien wie Knochen, Horn, Metall, Holz, Muschelschalen oder Elfenbein. Zu diesem Kapitel gehört auch eine Installation von Joy Anwulika Alphonsus und Sofia Ishola. Im Ausstellungsraum wurde zudem eine Frisiersalon-Ecke mit gepolstertem Drehsessel und Spiegel eingerichtet. Gezeigt werden außerdem Schautafeln, die vermutlich aus afrikanischen Frisiersalons stammen. Eine Tafel aus Ghana aus dem Jahr 1991 listet unter anderem Frisuren mit den Bezeichnungen „Boeing 707 Cut“, „Invasion USA Cut“ und „Schwarsnegger Cut“.

Pop-up-Schau zur Sammlung Boggianis

Parallel zur Hauptausstellung ist im Weltmuseum eine Pop-up-Ausstellung mit dem Titel „Ishír: Lebendige Erinnerung aus Paraguay“ zu sehen. Sie läuft vom 16. September 2026 bis zum 24. Jänner 2027 und behandelt die indigene Gemeinschaft der Ishír, auch Chamacoco genannt, aus dem Gran Chaco im Westen Paraguays. Die Gemeinschaft zählt heute rund 1.500 Personen.

Die zugrunde liegende Sammlung geht auf den italienischen Maler, Fotografen und Ethnologen Guido Boggiani zurück, der von 1861 bis 1902 lebte. In der Pop-up-Ausstellung werden 35 Objekte und Fotografien aus seiner Sammlung gezeigt. Bei drei Terminen im Rahmen der Ausstellung wird zudem ein Schamane in die Riten der Ishír einführen.

Provenienzforschung als Daueraufgabe der Museumsarbeit

Ausstellungen wie „Verborgene Geschichten“ machen sichtbar, dass ethnografische Sammlungen häufig aus unterschiedlichen historischen Zusammenhängen stammen und ihre Herkunft nicht in jedem Fall lückenlos dokumentiert ist. Grundsätzlich gehört die Klärung von Herkunft und Erwerbsumständen zu den zentralen Aufgaben der Provenienzforschung, die in vielen Museen mit ethnografischen Beständen seit Jahren an Bedeutung gewonnen hat. Dabei werden Archivunterlagen, Kataloge und Korrespondenzen ausgewertet, um Erwerbswege nachzuvollziehen, die teilweise bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen.

Bei Objekten aus dieser Zeit sind vollständige Angaben zu Herkunftsort, ursprünglichem Kontext oder den Umständen des Erwerbs nicht immer erhalten. Museumsbeschriftungen mit Vermutungen oder offenen Fragen, wie sie auch bei einzelnen Exponaten dieser Ausstellung zu finden sind, spiegeln diesen Forschungsstand wider. Üblicherweise werden solche Unsicherheiten heute