Wien wird im September zum Kunstmessen-Hotspot: Parallel Vienna, Astoria Artshow und curated by starten fast zeitgleich

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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In den kommenden Tagen starten in Wien gleich drei Kunstmessen. Den Anfang macht die Parallel Vienna am Otto-Wagner-Areal, die am 9. September 2026 eröffnet. Am Donnerstag folgt die Astoria Artshow in der Astoria-Garage in Wien-Josefstadt, bevor am Freitag das Galerienfestival curated by den Abschluss der Eröffnungsreihe bildet.

Drei Formate zum Auftakt

Die Parallel Vienna findet zum vierten Mal am Otto-Wagner-Gelände statt und dauert vom 9. bis 13. September. 130 Ausstellende bespielen das Messegelände, das Programm umfasst Ausstellungen aus acht verschiedenen Ländern. Im Format Artist Statements werden 30 junge Künstlerinnen und Künstler in Einzelpräsentationen gezeigt. Am Eröffnungstag führt der Künstler Jonas Höschl die Performance „Polizeipferde für Österreich“ auf. Sie bezieht sich auf einen nicht umgesetzten Plan der österreichischen Politik, Polizeipferde anzuschaffen, und wird von zwei Kunstschaffenden in Polizeiuniformen auf Pferden ausgeführt.

Innerhalb der Parallel Vienna findet zudem die Parallel Editions statt. Im Küchengebäude des Geländes ist außerdem die Ausstellung Parallel Kitchen zu sehen, die sich dem Thema Eat Art widmet. Der Begriff wurde von Daniel Spoerri geprägt und beschreibt die Kunst über Lebensmittel und alltägliche Abläufe. Die Gruppenausstellung ist zugleich funktionierende Küche und sozialer Treffpunkt. Das Ticket für die Parallel Vienna gilt von Mittwoch bis Sonntag, zusätzlich gibt es ein Kombiticket für Astoria Artshow und Parallel Vienna.

Erstmals Astoria Artshow und Jubiläum für curated by

Die Astoria Artshow findet in diesem Jahr zum ersten Mal statt und dauert vom 10. bis 13. September. Sie erstreckt sich über vier Stockwerke und mehr als 10.000 Quadratmeter Ausstellungsraum in der Astoria-Garage. 70 österreichische und internationale Galerien stellen dort aus.

Das Galerienfestival curated by läuft vom 11. September bis 17. Oktober und steht in diesem Jahr im Zeichen der Liebe. Es findet bereits zum 17. Mal statt und wurde 2009 gegründet. Zentrum der Veranstaltung ist das mumok, das Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig. Getragen wird curated by von den teilnehmenden Galerien, gefördert von der Stadt Wien. Im Rahmen des Festivals führen Beatrice Steimer und Nik Geene die Mitmach-Performance „Cafe Love – Ruf mich an“ im Cafe Korb auf, bei der alte Telefone auf den Tischen des Cafes stehen. Ebenfalls Teil des Programms ist das Werk „Strada del Sole“ aus dem Jahr 2025 von Leon Höllhumer.

Kunstmessen als Treffpunkt für Galerien und Publikum

Kunstmessen bringen üblicherweise Galerien aus unterschiedlichen Ländern an einem Ort zusammen und ermöglichen es Sammlerinnen, Sammlern sowie interessiertem Publikum, in kurzer Zeit einen Überblick über aktuelle künstlerische Positionen zu gewinnen. Für Galerien bieten solche Formate die Gelegenheit, ihr Programm einem größeren und oft internationalen Publikum zu präsentieren, das sie über den eigenen Ausstellungsraum hinaus nicht in gleicher Form erreichen würden. Gleichzeitig dienen Messen häufig als Ergänzung zu etablierten Galerienfestivals, bei denen die Präsentation nicht an einem zentralen Messestandort, sondern verteilt über mehrere Ausstellungsorte einer Stadt stattfindet.

Bei Formaten wie curated by steht meist ein übergeordnetes Jahresthema im Mittelpunkt, zu dem die beteiligten Galerien eigene Ausstellungen entwickeln. Ein zentrales Museum übernimmt dabei häufig eine koordinierende und sichtbare Rolle, ohne dass die einzelnen Ausstellungen ausschließlich dort stattfinden. Die Förderung durch öffentliche Stellen wie eine Stadtverwaltung ist bei solchen Festivals ein verbreitetes Modell, während die inhaltliche und finanzielle Umsetzung in der Regel bei den teilnehmenden Galerien selbst liegt. Auf diese Weise entsteht über mehrere Wochen ein dichtes Ausstellungsprogramm, das unterschiedliche Orte einer Stadt miteinander verbindet.