Das Open-Air-Kurzfilmfestival Dotdotdot findet vom 12. bis 23. September 2026 im Park des Palais Auersperg in Wien statt. Bei der elften Ausgabe stehen 80 Filme aus Österreich sowie mehr als 30 Filme aus weiteren Ländern auf dem Programm. Das Festival widmet sich Themen wie psychischer Gesundheit, Mutterschaft, Queerness, Demenz und Neurodivergenz.
Programm und Eröffnung im Park des Palais Auersperg
Am Samstag eröffnen fünf Kurzfilme das Festival unter dem Programmschwerpunkt „In these moments I feel safe“. Gezeigt wird unter anderem der Film „Alien“ der österreichischen Filmemacherin Sybille Bauer-Zierfuß, die selbst Autismus hat. Dieses Jahr findet zudem die Kinopremiere einer Dokumentation über die gehörlose österreichische Badminton-Spitzensportlerin Katrin Neudolt statt.
Gegründet wurde das Kurzfilmfestival von Lisa Mai. Im Sommer 2027 wird die Veranstaltung in den Garten des Volkskundemuseums Wien zurückkehren, der in den Vorjahren bereits Austragungsort war. In diesem Jahr erstreckt sich das Festivalgelände über das gesamte Parkgelände des Palais Auersperg.
Für Kinder gibt es mit Kikeriki ein eigenes Kurzfilmfestival, das dieses Jahr zum zweiten Mal nach Wien kommt. Es findet im Oktober im Musischen Zentrum statt und richtet sich an Kinder ab drei Jahren.
Barrierefreiheit als zentrales Festivalprinzip
Dotdotdot gilt als erstes barrierefreies Filmfestival Österreichs. Das Festival bietet Filme in internationalen Gebärdensprachen an, ausgewählte Vorführungen sind zusätzlich mit deutschen Untertiteln für gehörlose und schwerhörige Menschen ausgestattet. Moderationen werden in österreichischer Gebärdensprache gedolmetscht, und induktive Höranlagen stehen zur Verfügung. Alle gezeigten Filme sind zudem mit englischen Untertiteln versehen.
Ab 2026 liegt ein besonderer Fokus auf einem geschützten Raum in Hinblick auf Neurodivergenz. Am Festivalgelände gibt es eigene Rückzugsorte, zudem wird auf eine reizarme Umgebung ohne Musik geachtet. Ergänzt wird das Konzept durch frei wählbare Ticketpreise, ein Freikartenkontingent und den Verzicht auf Konsumzwang.
Zugänglichkeit als wachsender Anspruch bei Filmfestivals
Grundsätzlich gewinnen Fragen der Barrierefreiheit bei Kulturveranstaltungen zunehmend an Bedeutung. Neben baulichen Aspekten wie Zugängen und Sitzgelegenheiten betrifft das bei Filmfestivals vor allem die sprachliche und sensorische Zugänglichkeit von Vorführungen und Rahmenprogramm. Gebärdensprachdolmetschung, Untertitelung und induktive Höranlagen zählen zu den etablierten Mitteln, um gehörlosen und schwerhörigen Menschen die Teilnahme zu ermöglichen.
Auch der Umgang mit sensorischen Reizen rückt bei Veranstaltungen zunehmend in den Fokus. Für Menschen mit Autismus oder anderen Formen von Neurodivergenz können laute Geräusche, grelles Licht oder große Menschenmengen eine erhebliche Belastung darstellen. Reizarme Rückzugsbereiche, klar kommunizierte Abläufe und der Verzicht auf durchgehende musikalische Beschallung gehören zu den Maßnahmen, mit denen Veranstalter solchen Bedürfnissen begegnen können.
Frei wählbare Ticketpreise und Freikartenkontingente sind bei kulturellen Veranstaltungen ein Instrument, um finanzielle Hürden für den Besuch zu senken. Damit soll unabhängig von der individuellen finanziellen Situation eine Teilnahme ermöglicht werden, ohne dass ein bestimmter Konsum vorausgesetzt wird.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.





