Wienerwald Festival startet mit neuen Spielstätten und Open Call für Komponistinnen-Programm

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Das „wienerwald festival“ startet am Samstag in seine vierte Auflage und läuft bis 3. Oktober. Auf dem Programm stehen Werke aus Renaissance, Barock, Romantik und Crossover sowie Tanz. Gespielt wird an Orten, die von Waldlichtungen bis zu Jugendstiltheatern reichen.

Neue Spielstätten und bekannte Konzertformate

Das 2023 gegründete Festival erweitert seine Schauplätze in diesem Jahr um zwei neue Orte in Tullnerbach: die Kapelle des Norbertinums und die Waldlichtung Sandling im Irenental. Letztere liegt am Rande der Kernzone des Wienerwaldes. Wie bereits bei den früheren Ausgaben gehören Wanderrouten und Spaziergänge zu den Spielstätten zum Konzept des Festivals. Sämtliche Veranstaltungsorte sind öffentlich erreichbar.

Zu den musikalischen Programmpunkten zählt ein Auftritt des Blechbläser-Trios Albert Wieder, Thomas Gansch und Leonhard Paul. Im Theater am Otto-Wagner-Areal wird zudem das neue Format „Hautnah“ gezeigt. In der Hermesvilla finden im Rahmen der „Bühne der Zukunft“, einer Kooperation mit dem Wien Museum, zwei Gratiskonzerte statt. Dieses Format war in den vergangenen Jahren jeweils rasch ausgebucht.

Open Call für ein Ensemble mit Werken von Komponistinnen

Parallel zur laufenden Festivalausgabe startet das „wienerwald festival“ einen Open Call unter dem Titel „Klassisch Frau*“. Gesucht wird ein Ensemble aus maximal fünf weiblich gelesenen Personen. Das ausgewählte Ensemble soll für die Festivalauflage 2027 ein Programm entwickeln, das ausschließlich Werke von Komponistinnen umfasst. Bewerbungen sind bis 15. Oktober 2026 möglich.

Für das Vorhaben schreibt die Musikerin Julia Lacherstorfer eine Auftragskomposition, die vom ausgewählten Ensemble uraufgeführt werden soll. Das fertige Programm wird am 1. oder 2. Oktober 2027 aufgeführt.

Klassik im Freien und an ungewöhnlichen Orten

Festivals, die klassische Musik mit Naturkulissen oder historischen Gebäuden verbinden, haben sich in den vergangenen Jahren an mehreren Orten etabliert. Grundsätzlich verfolgen solche Formate das Ziel, ein Publikum anzusprechen, das klassische Konzertformen abseits klassischer Konzertsäle erleben möchte. Wanderungen zu Spielorten sind dabei ein verbreitetes Konzept, das Bewegung in der Natur mit kulturellem Programm kombiniert.

Kooperationen mit Museen oder öffentlichen Institutionen, wie sie bei der „Bühne der Zukunft“ in der Hermesvilla praktiziert werden, ermöglichen es Festivals häufig, zusätzliche Räumlichkeiten zu nutzen und ein größeres Publikum zu erreichen, ohne eigene Infrastruktur aufbauen zu müssen. Gratiskonzerte in solchen Kooperationen dienen in der Regel dazu, Zugangsschwellen zu senken und ein breiteres Publikum für klassische Musik zu gewinnen.

Open Calls, wie sie nun für ein Ensemble mit Werken von Komponistinnen ausgeschrieben wurden, sind im Kulturbereich ein gängiges Instrument, um Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern sowie bislang wenig berücksichtigten künstlerischen Positionen eine Bühne zu bieten. Auftragskompositionen wiederum erlauben es Festivals, neue Werke exklusiv zur Uraufführung zu bringen und damit ein eigenständiges künstlerisches Profil zu entwickeln.

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