Kunsthalle Krems würdigt Robert Rauschenbergs Schaffen: 100 Jahre, 50 Werke, erstmals in Österreich
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Kunsthalle Krems zeigt Rauschenberg-Retrospektive „Image and Gesture“

In der Kunsthalle Krems ist eine Ausstellung mit Werken von Robert Rauschenberg zu sehen. Die Schau trägt den Titel „Image and Gesture“ und wird als erste museale Rauschenberg-Retrospektive in Österreich beschrieben.

Die Ausstellung umfasst 50 Werke und wird an einem Samstag eröffnet. Sie ist in Zusammenhang mit dem 100. Geburtstag des 1925 geborenen und 2008 verstorbenen Künstlers konzipiert und in Krems bis 1. November zu sehen.

In der Kunsthalle Krems endet ein internationaler Ausstellungsreigen anlässlich des 100. Geburtstags von Robert Rauschenberg. Gezeigt werden unter anderem frühe Arbeiten, die als „Combines“ bezeichnet werden. In diesen frühen Arbeiten kombiniert Rauschenberg Alltagsmaterialien, Printmedien und abstrakte Malerei.

In den Silkscreen Paintings des Künstlers erscheinen Motive wie die Freiheitsstatue. Im Spätwerk spielt metallische Materialität eine wichtige Rolle. Zudem entstehen digitale Bildprozesse, die unter den Bezeichnungen „Waterworks“ und „Anagram“ angeführt werden.

Robert Rauschenberg initiierte das Projekt „Rauschenberg Overseas Culture Interchange“ (ROCI), dem kulturpolitisches Engagement zugeschrieben wird. Von ihm stammt die Aussage, ein Paar Socken sei für ein Gemälde ebenso tauglich wie Holz, Nägel, Terpentin, Öl und Stoff. Er wird außerdem mit dem Glauben zitiert, dass über die Kunst hergestellter Kontakt von Mensch zu Mensch friedliche Kräfte in sich birgt.

Die Ausstellung in Krems wird von der Robert Rauschenberg Foundation in New York und von der Galerie Thaddaeus Ropac mit Standorten in London, Paris, Salzburg, Milano und Seoul unterstützt. Künstlerischer Direktor der Kunsthalle Krems ist Florian Steininger, der auch als Kurator der Schau fungiert.

Steininger beschreibt Rauschenberg mit der Aussage, dieser habe die Kunst radikal geöffnet und das Leben in das abstrakte Bild einströmen lassen. Das Werk des Künstlers bezeichnet er als „schillerndes Kaleidoskop“.

Zu einer Presseführung in Krems nahm auch Christopher Rauschenberg, der Sohn des Künstlers, teil. Er äußerte sich dabei positiv über die Kunsthalle Krems als Ausstellungsort.