Fliegerbombenfunde in Linz: Historische Last im Untergrund
In Linz werden bei Bauarbeiten immer wieder Fliegerbomben im Boden entdeckt. Die Stadt war im Zweiten Weltkrieg Ziel intensiver Bombardements, deren Folgen bis heute im Untergrund sichtbar werden.
Wie viele Blindgänger sich derzeit noch im Boden befinden, ist nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass im Zweiten Weltkrieg große Mengen an Bomben über dem Stadtgebiet abgeworfen wurden.
Laut Stadtarchiv gingen während des Zweiten Weltkriegs etwa 13.000 Fliegerbomben allein über dem Linzer Stadtgebiet nieder. Besonders betroffen waren der Hauptbahnhof, das heutige Gelände der voestalpine – dem damaligen Umfeld der Hermann Göring Werke – sowie der Hafen. Linz wurde vor allem von amerikanischen Streitkräften bombardiert.
Der heftigste Angriff auf Linz erfolgte am 25. Februar 1945. An diesem Tag wurden aus 600 Flugzeugen rund 4.000 Bomben abgeworfen. Die Spuren dieser Angriffe sind im Boden teilweise bis heute vorhanden.
Am Montag vor dem 31. März 2026 wurde auf einer Baustelle in der Kudlichstraße in Linz erneut eine Fliegerbombe gefunden. Sie wurde entschärft. Solche Funde treten nach Angaben der Stadt immer wieder im Zuge von Bauarbeiten auf.
Umgang mit historischen Bombenabwürfen
Für Linz existiert nach Auskunft des Magistrats kein öffentlich zugänglicher Bombenkataster, auf dem Bombenabwürfe eingesehen werden können. Anders ist die Situation in den Städten Salzburg und Graz, die über einen solchen öffentlich zugänglichen Kataster verfügen.
Die Stadt Linz nutzt intern eine Karte, die auf historischen Bildaufnahmen der amerikanischen und britischen Luftwaffe basiert. Diese Karte kann von Bauherren eingesehen werden, um Projekte entsprechend zu planen. Die zuständige Abteilung im Magistrat verweist darauf, dass eine öffentliche Bereitstellung der Karte zu Fehlinterpretationen führen könnte.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








