Margareten setzt auf Respekt: Große Banner mahnen zu Rücksicht auf Nachtruhe an Wientalterrasse
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Wientalterrasse: Banner sollen an Nachtruhe in Margareten erinnern

An der Wientalterrasse bei der U4-Station Pilgramgasse in Wien weisen seit Mittwochfrühmorgen großflächige Transparente auf die Nachtruhe der Anwohner hin. Hintergrund sind Nutzungskonflikte zwischen Feiernden und Anrainern rund um den beliebten Treffpunkt im Bezirk Margareten.

Die 2015 eröffnete Wientalterrasse wird als wichtiger Freiraum im dicht verbauten Bezirk beschrieben und zu jeder Tageszeit genutzt, etwa für Mittagspausen oder Sommerabende.

Am Zaun der Terrasse hängen zwei jeweils 30 Meter lange, mehrsprachige Banner. Sie tragen unter anderem den Slogan „Für euch ist es Vorglühen – für andere ist es Schlafenszeit.“ Der Tenor der Botschaften wird mit „Leben ja – aber bitte mit Rücksicht“ zusammengefasst. Die Transparente sollen daran erinnern, Rücksicht auf die Nachtruhe der umliegenden Wohnbevölkerung zu nehmen.

Die Banner wurden gemeinsam mit „AwA* – Kollektiv für Awareness-Arbeit“ entwickelt, das als von der Stadt Wien gefördert beschrieben wird. Die Kosten von rund 1.000 Euro wurden vom Bezirk getragen. Die Transparente sollen jedenfalls über den Sommer hängen bleiben.

Margaretens Bezirksvorsteher Michael Luxenberger (Die Grünen – Die Grüne Alternative) ist seit knapp einem Jahr im Amt und bezeichnet die Wientalterrasse als Herzensprojekt seit Beginn seiner Amtszeit. Er berichtet von Beschwerden über nächtlichen Lärm und hebt hervor, dass die Anrainer von Beginn an kooperativ gewesen seien. Er setzt auf Dialog, um mit den unterschiedlichen Bedürfnissen rund um den öffentlichen Raum umzugehen.

Im Zusammenhang mit den Nutzungskonflikten wird eine Anwohnerin mit den Worten zitiert, sie lerne durch die Terrasse viel neue Musik kennen, wolle aber manchmal ihre eigene Musik hören. Paul Stein, Bezirksvorsteher-Stellvertreter in Mariahilf und ebenfalls Mitglied der Grünen, bezeichnet die Wientalterrasse als besonderen öffentlichen Raum ohne Konsumzwang und weist darauf hin, dass sie direkt an Wohnraum grenzt.