Große Nachfrage nach Medizinstudium in Österreich
Das Medizinstudium in Österreich stößt heuer auf großes Interesse. Für den bundesweiten Aufnahmetest am 3. Juli haben sich 16.880 Personen angemeldet.
Die Medizinischen Universitäten in Wien, Innsbruck und Graz sowie die Medizin-Fakultät der Universität Linz verzeichneten an allen Standorten einen Anstieg der Bewerbungen.
Mehr Anmeldungen in Innsbruck und anderen Standorten
Das Medizinstudium in Innsbruck verzeichnet eine große Nachfrage. Für den Aufnahmetest am 3. Juli gingen dort 3.532 Anmeldungen ein, um 300 mehr als im Jahr zuvor mit 3.238 Anmeldungen.
In Wien meldeten sich 8.235 Personen für den Test an, nach 7.729 im Vorjahr. Graz verzeichnet 2.824 Anmeldungen, im Vergleich zu 2.617 im Jahr davor. In Linz stieg die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber von 2.084 auf 2.289.
Entwicklung der Bewerberzahlen
Im Jahr 2021 bewarben sich rund 17.800 Personen für einen Studienplatz in der Medizin. Danach gingen die Zahlen zunächst zurück: 2022 lag die Zahl der Bewerbungen bei 15.800, 2023 bei 15.400 und 2024 bei 15.200. Im Jahr vor der aktuellen Testanmeldung stieg sie wieder auf 15.700.
Mindestens 95 Prozent der Studienplätze in der Humanmedizin sind Bürgerinnen und Bürgern der Europäischen Union vorbehalten. 75 Prozent der Plätze sind für Studienwerberinnen und Studienwerber mit einem österreichischen Maturazeugnis reserviert. Für das Studium der Zahnmedizin besteht eine solche Quote nicht.
Mehr Studienplätze und Sonderkontingente
Österreichweit stehen für das Medizinstudium heuer 1.950 Studienplätze zur Verfügung, um 50 mehr als bei der letzten Vergabe. In Wien werden 784 Plätze vergeben, in Innsbruck 430, in Graz 406 und in Linz 330.
Der aktuelle Anstieg der Studienplätze beruht auf einem Ausbauprogramm einer Vorgängerregierung. Als Endpunkt dieses Programms ist für das Jahr 2028 eine Zahl von 2.000 Studienplätzen genannt.
Von den 1.950 Studienplätzen sind im aktuellen Jahr 87 für Aufgaben im öffentlichen Interesse reserviert. Dieses Kontingent ist um zwei Plätze höher als im Vorjahr. Die gewidmeten Plätze stehen Bundesländern, der Österreichischen Gesundheitskasse, dem Innenministerium und dem Verteidigungsministerium zur Verfügung.
Spezielle Regeln für gewidmete Studienplätze
Bewerberinnen und Bewerber für die gewidmeten Studienplätze nehmen am regulären Anmeldeverfahren teil und müssen sich zusätzlich bei der jeweiligen Institution verpflichten, für eine bestimmte Zeit eine bestimmte Leistung zu erbringen. Genannt werden etwa Tätigkeiten als Kassenarzt, Spitalsarzt, Militärarzt oder Amtsarzt.
Für diese Bewerberinnen und Bewerber reicht beim Aufnahmetest eine geringere Punktezahl als für reguläre Plätze. Sie müssen nicht zu den besten Kandidatinnen und Kandidaten der jeweiligen Universität zählen, jedoch mindestens 75 Prozent des durchschnittlichen Ergebnisses aller angetretenen Bewerber erreichen und zugleich zu den besten innerhalb des jeweiligen Kontingents der gewidmeten Studienplätze gehören.








