51. Mehrkampfmeeting in Götzis mit starker internationaler Besetzung
Im Mösle-Stadion in Götzis steht die 51. Auflage des traditionsreichen Mehrkampfmeetings auf dem Programm. Das Teilnehmerfeld umfasst 32 Siebenkämpferinnen und 26 Zehnkämpfer aus 22 Nationen.
Ein Schwerpunkt vieler Athletinnen und Athleten ist das Erreichen der Qualifikationsnormen für die Europameisterschaft in Birmingham, die vom 10. bis 16. August 2026 angesetzt ist.
Hochklassiges Feld im Zehnkampf
Von 23 gemeldeten Zehnkämpfern haben bis auf zwei alle bereits mehr als 8.000 Punkte erzielt. Im Mittelpunkt steht ein Duell zwischen dem Kanadier Damian Warner und dem für Deutschland startenden Weltmeister Leo Neugebauer.
Neugebauer reist mit einer Zehnkampf-Bestleistung von 8.961 Punkten an. Er ist aktueller Weltmeister im Zehnkampf und bestreitet seinen zweiten Auftritt in Götzis, nachdem er im Vorjahr erstmals im Mösle-Stadion gestartet war.
Warner, achtfacher Götzis-Sieger und Olympiasieger im Zehnkampf, startet bereits zum 13. Mal in Götzis. Seine persönliche Bestleistung beträgt 9.018 Punkte. Bei der Abschluss-Pressekonferenz erklärte der 36-Jährige, gesundheitlich sei „immer etwas falsch“, er und sein Team wüssten jedoch mit seinen Themen umzugehen. Er betonte, sich in Disziplinen wie Kugelstoßen und Stabhochsprung steigern zu müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben.
Mit Pierce LePage ist ein weiterer Spitzenathlet am Start. Der Kanadier ist Weltmeister 2023 im Zehnkampf und weist eine Bestleistung von 8.909 Punkten auf. LePage und Warner sind die einzigen Athleten im Feld, die das Meeting in Götzis bereits gewonnen haben. Ebenfalls gemeldet ist der Zehnkampf-Weltmeister von 2019, Niklas Kaul aus Deutschland, der eine Bestleistung von 8.691 Punkten hat.
Das EM-Qualifikationslimit im Zehnkampf liegt bei 8.300 Punkten.
Neue Siegerin im Siebenkampf garantiert
Im Siebenkampf wird es 2026 eine neue Siegerin geben. Die Vorjahressiegerin Anna Hall-Slayton aus den USA startet nicht. Sie sagte ihre Teilnahme rund zwei Wochen vor dem Wettkampf ab und begründete dies damit, sich für einen Start in Götzis noch nicht ausreichend fit zu fühlen.
Hall-Slayton hatte im Vorjahr einen Meeting-Rekord im Siebenkampf aufgestellt und war aufgrund dieser Leistung als zweitbeste Siebenkämpferin der Leichtathletikgeschichte beschrieben worden.
Die Leistungsdichte im aktuellen Feld ist hoch: 27 der 30 Siebenkämpferinnen haben bereits mehr als 6.000 Punkte erzielt. Zu den Athletinnen mit hohen Bestleistungen zählen Noor Vidts aus Belgien mit 6.707 Punkten, die zweifache Hallenweltmeisterin und Olympia-Dritte 2024 im Siebenkampf ist, sowie die niederländische Hallenweltmeisterin im Mehrkampf Sofie Dokter mit 6.576 Punkten.
Ebenfalls am Start sind Emma Oosterwegel aus den Niederlanden, Olympia-Dritte 2021 im Siebenkampf mit einer Bestleistung von 6.590 Punkten, und Taliyah Brooks aus den USA, WM-Dritte 2025 im Siebenkampf mit 6.581 Punkten. Das EM-Limit im Siebenkampf beträgt 6.320 Punkte.
Österreich nur durch Chiara Schuler vertreten
Aus österreichischer Sicht ist 2026 eine Athletin gemeldet: die 24-jährige Siebenkämpferin Chiara Schuler aus Hörbranz. Männliche Athleten aus Österreich sind im Starterfeld nicht vertreten.
Schuler belegte im Vorjahr in Götzis Rang 18 im Siebenkampf und stellte dabei persönliche Bestleistungen über 200 Meter und 800 Meter auf. Für das heurige Meeting hat sie sich das Ziel gesetzt, die 6.000-Punkte-Marke zu erreichen.
Die ebenfalls gemeldete österreichische Siebenkämpferin Ivona Glavas-Dadic sagte ihren Start nach mehreren Tagen mit Fieber kurzfristig ab.
Ausrichtung und Anspruch des Meetings
Sportlicher Leiter des Mehrkampfmeetings ist Walter Weber. Er verwies darauf, dass Götzis 2025 in der Bewertung der erzielten Leistungen vor der Weltmeisterschaft in Tokio gelegen habe. Für 2026 formulierte er das Ziel, dass Götzis „das beste Mehrkampf-Meeting der Welt“ sein solle.
An der Abschluss-Pressekonferenz nahmen unter anderem Simon Ehammer, Sofie Dokter, Taliyah Brooks und Damian Warner teil.








