Moped-Führerscheine bei Jugendlichen wieder stärker nachgefragt
In Österreich wächst das Interesse Jugendlicher am Moped-Führerschein nach einer Phase rückläufiger Nachfrage wieder an. Laut Verkehrsclub ARBÖ sind die Kurse für die laufende Mopedsaison gut ausgebucht.
Jugendliche dürfen in Österreich ab dem 15. Geburtstag ein Moped lenken. Die dafür notwendige Lenkberechtigung der Klasse AM umfasst sechs Theoriestunden, sechs Praxisstunden am Fahrplatz sowie eine Ausfahrt. Die Kosten werden mit 370 Euro angegeben.
Der Moped-Führerschein wird von vielen jungen Menschen im ländlichen Raum als große Erleichterung wahrgenommen. Im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie wird berichtet, dass die Nachfrage nach dem Moped-Führerschein während und nach dieser Phase stark zurückging. Als mögliche Gründe dafür werden unter anderem veränderte Gewohnheiten Jugendlicher genannt, die verstärkt auf das Zuhause sein ausgerichtet gewesen seien. Mittlerweile steigen die Anmeldungen wieder.
Der Leiter des ARBÖ-Fahrsicherheitszentrums, Günther Frühwirth, gibt an, dass derzeit monatlich 50 bis 100 Moped-Führerscheine ausgegeben werden. Die Zahl hänge stark davon ab, ob Ferien sind und wie die schulische Situation aussieht.
Mit Mopeds ist nur eine Höchstgeschwindigkeit von 45 Stundenkilometern erlaubt. Der Großteil der Jugendlichen lenkt mit dem neuen Führerschein weiterhin Verbrenner-Mopeds. Zweiräder mit Elektroantrieb sind laut ARBÖ im Kommen, vor allem bei größeren und schnelleren Modellen.
Personen mit dem Code 111 und einem seit fünf Jahren bestehenden Führerschein der Klasse B dürfen ein Motorrad mit 125 Kubikzentimetern fahren. Diese Möglichkeit wird laut Frühwirth vor allem von Pendlerinnen und Pendlern genutzt.
Junge Lenkerinnen und Lenker im Alter zwischen 15 und 24 Jahren gelten bei der Nutzung von Mopeds als gefährdet. Nach Zahlen der Statistik Austria gab es 2024 rund 3.000 verletzte Mopedfahrer in Österreich, sechs Mopedfahrer verunglückten tödlich. Als Hauptursachen der Unfälle werden Unachtsamkeit, Vorrangverletzungen und zu hohes Tempo genannt.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








