Neue Finanzierungsmodelle und Ehrenamt: Wie Oberösterreichs Freibäder ums Überleben kämpfen
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Freibäder in Oberösterreich suchen neue Wege der Finanzierung

Kurz vor Beginn der Badesaison beschäftigen sich zahlreiche Gemeinden in Oberösterreich mit der Zukunft ihrer Freibäder. Steigende Anforderungen und eine angespannte Finanzlage führen dazu, dass über Öffnungen, neue Betriebsmodelle und ehrenamtliches Engagement diskutiert wird.

In mehreren Orten laufen die Vorbereitungen für den Sommer, zugleich wird berichtet, dass immer mehr Gemeinden ihre Freibäder aufgeben. In den vergangenen zehn Jahren wurden in Oberösterreich acht Freibäder geschlossen, während die Besucherzahlen in den bestehenden Anlagen sinken.

Grünau im Almtal: Pächterwechsel in letzter Minute

In Grünau im Almtal im Bezirk Gmunden stand der Betrieb des örtlichen Freibads kurz vor Saisonstart auf der Kippe, nachdem der bisherige Pächter gekündigt hatte. Die Gemeinde kann die Anlage nach eigenen Angaben finanziell nicht alleine tragen. Vor wenigen Tagen wurde in letzter Sekunde ein neuer Pächter gefunden.

Im Rahmen der Vereinbarung verzichtet die Gemeinde auf die monatliche Pachtsumme, die Eintrittsgelder verbleiben beim Pächter. Bürgermeister Klaus Kramesberger (ÖVP) beschreibt den Erhalt eines Freibads als zunehmend schwierig. Er verweist auf zahlreiche Arbeiten und Auflagen sowie auf personelle Herausforderungen, etwa bei Diensten an Wochenenden oder besonders schönen Tagen, an denen viele Menschen andere Unternehmungen bevorzugen.

Kramesberger betont die Bedeutung des Bads für die Gemeinde. Kinder würden dort das Schwimmen lernen, Familien zusammenkommen, das Freibad sei volkswirtschaftlich und gesellschaftlich wichtig und nicht wegzudenken. Aus der Bevölkerung wurde demnach ebenfalls geäußert, dass das Freibad gebraucht werde. Das Erlebnis-Schwimmbad in Grünau verfügt über eine Wasserfläche von 532 Quadratmetern.

Schönau im Mühlkreis: Ehrenamt statt Eintrittsgeld

In Schönau im Mühlkreis im Bezirk Freistadt wurde das bisherige öffentliche Freibad, das für die Gemeinde ein finanzielles Minusgeschäft war, an die Bürgerinnen und Bürger übergeben. Die Anlage wird nun ehrenamtlich betrieben.

Elisabeth Klinger aus Schönau berichtet, dass der Eintritt gratis sei und es keine Badeaufsicht gebe. Die Verantwortung für Kinder liege damit vollständig bei den Eltern. Klinger hebt hervor, dass das Engagement freiwilliger Helfer das Weiterbestehen des Bads für kommende Generationen ermögliche. Die Gemeinde versichert, dass das Freibad in dieser Form erhalten bleiben kann. Die Anlage wird mit einer Solaranlage beheizt und verfügt über ein Familienbecken, ein Sportbecken, ein Kinderbecken und einen Spielplatz.

Rainbach im Innkreis: Freibad ohne Eintritt als Beschäftigungsprojekt

Auch das Freibad in Rainbach im Innkreis im Bezirk Schärding wird als alternatives Modell geführt. Für den Eintritt wird dort kein Entgelt eingehoben. Im Bad arbeiten Langzeitarbeitslose, die auf diesem Weg wieder in die Arbeitswelt einsteigen können.

Bürgermeister Gerhard Harant (FPÖ) erklärt, es handle sich meist um Menschen über 55 Jahre, die schon längere Zeit ohne Arbeit seien und es in diesem Alter schwer hätten, eine Stelle am Arbeitsmarkt zu finden. Diese Personen könnten im Freibad sehr gut integriert werden.

Rückgang der Besucherzahlen und Investitionen in Privatpools

Parallel zu diesen Entwicklungen wird von einem Trend berichtet, dass immer mehr Menschen in private Poolanlagen investieren. Die Besucherzahlen in den öffentlichen Freibädern gehen zurück. Kleinere Bäder können demnach nur dann gut laufen, wenn der Sommer heiß bleibt; es wird aber auch die Möglichkeit eines verregneten Sommers angesprochen.

Vor diesem Hintergrund erproben Gemeinden unterschiedliche Modelle – von Verpachtungen mit geänderten finanziellen Rahmenbedingungen über ehrenamtliche Strukturen bis hin zur Verknüpfung mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen –, um den Betrieb ihrer Freibäder aufrechtzuerhalten.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.