Neues GraSP Futures Studio der Universität Graz: Sozialwissenschaftliche Zukunftsforschung trifft digitale Technologie
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Universität Graz richtet neues Futures Studio zu Technologie und Gesellschaft ein

Die Universität Graz hat eine neue Forschungseinrichtung eingerichtet, um Zukunftsbilder und Wünsche der Bevölkerung zu erforschen. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Rolle Technologie in künftigen Szenarien spielen soll.

Die Einrichtung trägt den Namen Graz Sociodigital and Participatory Futures Studio (GraSP). Geleitet wird das GraSP Futures Studio von der Soziologin und Informatikerin Juliane Jarke, die am Institut für Digitale Gesellschaft der Universität Graz arbeitet.

Gemeinsame Entwicklung von Zukunftsbildern

Im GraSP Futures Studio entwerfen junge und ältere Menschen gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Zukunftsbilder. Ziel der Forschung ist es, unterschiedliche Personen aus der Gesellschaft in die Forschung einzubinden und Antworten sowie kritische Perspektiven zur Gestaltung der Zukunft und zur Rolle von Technologien zu eröffnen.

Digitale Technologien und Künstliche Intelligenz werden dabei als Technologien beschrieben, die neue Möglichkeiten schaffen können. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass sie bestehende soziale Ungleichheiten verstärken können.

Flexible und barrierefreie Forschungsräume

Die Räume des GraSP Futures Studio sind mit flexiblen Möbeln ausgestattet. Der Raum kann mit wenigen Handgriffen in einen Lehrsaal sowie in einen Ort für Workshops oder größere Veranstaltungen umfunktioniert werden.

Das Studio ist barrierefrei erreichbar und verfügt über Hilfsmittel für Menschen mit Hör- und Sehbehinderung.

Erste Workshops mit Schülerinnen und Schülern

Im GraSP Futures Studio haben bereits erste Workshops stattgefunden. Einer dieser frühen Workshops wurde im Rahmen der Uni-Graz-Wanderausstellung „Die Demokratie hat’s nicht leicht“ durchgeführt.

Daran nahmen Schülerinnen und Schüler der Medien-HAK Graz teil. Sie hatten die Aufgabe, ein „Ding aus der Zukunft“ zu entwickeln und gemeinsam über die Rolle dieser entworfenen Dinge und Technologien für Gemeinschaft und Zusammenhalt zu reflektieren. Dieses gemeinsame Reflektieren erlaube eine kritische und zugleich konstruktive Auseinandersetzung mit digitalen Technologien, erklärte Juliane Jarke.

Forschungsprojekt zu KI und gesundem Altern

Juliane Jarke ist zudem an einem vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekt zu kommunikativer Künstlicher Intelligenz und gesundem Altern beteiligt. In diesem Projekt wurden Chatbots und KI-Alltagsbegleiter untersucht.

Laut den wiedergegebenen Ergebnissen werden Chatbots und KI-Alltagsbegleiter eher zwiespältig gesehen. Das Projekt befasst sich nach Angaben von Jarke mit der Frage, ob technische Hilfsgeräte als Unterstützung begriffen werden oder die Verletzlichkeit im Alter sichtbar machen.