Kunstbrücke der RLB Tirol im neuen Raiqa-Hauptsitz wieder eröffnet
Nach einer sechsjährigen Pause aufgrund von Baustellen ist die Kunstbrücke der RLB Tirol wieder geöffnet. Der neue Kunstraum für zeitgenössische Kunst befindet sich im neuen Hauptsitz „Raiqa“ der Raiffeisen-Landesbank Tirol nahe dem Innsbrucker Hauptbahnhof.
Eröffnet wird der Kunstraum mit der Ausstellung „Prototyp“ von Dorit Margreiter Choy an einem Montagabend. Die Schau ist von 5. Mai bis 4. Juli zu sehen.
Neuer Kunstraum mit flexiblem Raumkonzept
Dorit Margreiter Choy war aus einem Kunst-am-Bau-Wettbewerb als Siegerin hervorgegangen und entwickelte das Konzept für die Kunstbrücke gemeinsam mit dem Wiener Architekturbüro Pichler & Traupmann. Das Büro war auch für die architektonische Gesamtgestaltung des Raiqa-Gebäudes verantwortlich. Die Erarbeitung und Umsetzung des Kunstbrücken-Konzepts dauerte rund zwei Jahre.
Laut der künstlerischen Leiterin der Kunstbrücke, Silvia Höller, versteht Margreiter Choy Raumarchitektur als dynamisch, experimentell und offen. Der Kunstraum ist so angelegt, dass er sich je nach Ausstellung mitverändern kann. Dazu tragen unter anderem mobile Tafeln, Vorhänge und Steher bei. Der Ausstellungstitel „Prototyp“ ist in Bezug auf dieses Raumkonzept programmatisch gemeint.
Ausstellung „Prototyp“ und Kunst-am-Bau-Projekte
In „Prototyp“ werden Arbeiten von Dorit Margreiter Choy gezeigt, die sich thematisch mit Raum befassen. Zu den gezeigten Werken gehören die Typografie „zentrum“ aus dem Jahr 2006, das Mobile „passage“ von 2024, die Arbeit „Calypso“ von 2019 sowie der Film „Silber“ aus dem Jahr 2024. Margreiter Choy bezeichnete es als Herausforderung, sowohl den Raum zu gestalten als auch darin eigene Arbeiten zu präsentieren. Die Ausstellung wird als skulpturale Aufstellung verstanden und soll zeigen, wie der Raum genutzt werden kann.
Mit der Ausstellungseröffnung werden zugleich drei weitere Kunst-am-Bau-Projekte vorgestellt. Dazu zählen das Lichtprojekt „Wave of Reflection“ von Julia Bornefeld an der Fassade des Raiqa, das Werk „untitled“ von Anna-Maria Bogner sowie „WOW“ von Christoph Hinterhuber. Die Arbeiten „untitled“ und „WOW“ sind als gestalterische Elemente an Wand- und Glasflächen von Beratungsräumen im Einsatz.
Kunstbrücke als Ort der Begegnung
Die Kunstbrücke wurde 1998 gegründet und war bis 2020 stärker im Banksetting integriert. Mit dem neuen Standort im Raiqa und der Umbenennung von „RLB-Kunstbrücke“ auf „Kunstbrücke“ wird ihre Autonomie betont. Silvia Höller erklärte, dass die Kunstbrücke damit auf eine neue Ebene gehoben werde.
Die Räumlichkeiten der Kunstbrücke sind als Ort der Begegnung konzipiert; diese Funktion wurde von Thomas Wass, dem Vorstandsvorsitzenden der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG, hervorgehoben. Wass bezeichnete die Kunstbrücke als Herzensprojekt im hybriden Raiqa-Gebäude, das unter anderem ein Hotel und ein Restaurant beherbergt. In der Kunstbrücke sollen ab sofort wieder jährlich drei Ausstellungen gezeigt werden.








