Niederösterreichs Budgetdefizit: Sprunghafter Anstieg auf 642 Millionen Euro trotz Konsolidierungsbemühungen
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Budgetdefizit Niederösterreichs mehr als verdoppelt

Das Budgetdefizit des Landes Niederösterreich hat sich im vergangenen Jahr deutlich erhöht. Nach aktuellen Zahlen liegt das Minus nun bei 642 Millionen Euro und ist damit mehr als doppelt so hoch wie im Jahr davor.

Gleichzeitig konnte der Bund sein Budgetdefizit etwas reduzieren. Die Daten zu den Budgetzahlen für den Bund und die Bundesländer wurden am Dienstag präsentiert.

In Niederösterreich stieg das Defizit von 316 Millionen Euro auf 642 Millionen Euro. Nach Wien weist das Bundesland damit das zweitgrößte Budgetdefizit unter den österreichischen Bundesländern auf.

Statistik Austria führt den Anstieg des niederösterreichischen Budgetdefizits unter anderem auf höhere Ausgaben für Gehälter und Sozialleistungen zurück. Zudem wird auf gestiegene Investitionen in Krankenanstalten verwiesen.

Auch innerstaatliche Transfers Niederösterreichs, etwa an Landesfonds, sind gewachsen. Darüber hinaus nahmen die übrigen laufenden Transfers, zum Beispiel im Bereich der Rettungsdienste, zu.

Aus dem Büro von Finanzlandesrat Anton Kasser (ÖVP) wird das niederösterreichische Budgetdefizit als kleiner als erwartet bezeichnet. Demnach seien die Ausgaben für Gesundheit und Soziales stark gestiegen und in einem Bundesland der Größe Niederösterreichs entsprechend höher als anderswo.

Nach Angaben aus dem Büro Kassers habe sich zudem das Hochwasser vom Herbst 2024 negativ auf das Landesbudget ausgewirkt. Niederösterreich befinde sich den Angaben zufolge auf Konsolidierungskurs, im nächsten Jahr sollen 340 Millionen Euro im Landesbudget eingespart werden.