Trockenheit setzt Landwirtschaft in Oberösterreich unter Druck
In Oberösterreich ist es seit Jahresbeginn deutlich zu trocken. Bäuerinnen und Bauern sehen sich nach Einschätzung der Landwirtschaftskammer mit einer außergewöhnlich schwierigen Situation konfrontiert.
Im laufenden Jahr hat es im Bundesland etwa halb so viel geregnet und geschneit wie im langjährigen Durchschnitt. Die Böden werden immer trockener, gleichzeitig sinken die Wasserspiegel.
Thomas Wallner, in der Landwirtschaftskammer Oberösterreich für die Boden- und Wasserschutzberatung zuständig, beschreibt die Lage Anfang Mai als bisher unbekannt. Die Situation sei für landwirtschaftliche Betriebe eine extreme Herausforderung und treffe diese unabhängig von Lage und Bewirtschaftungsform gleichermaßen stark. Er fasst die Lage mit dem Satz zusammen: „Aber ohne Wasser wird es schwierig.“
Derzeit ist die Zeit für den Anbau von Mais und Soja. Zugleich leiden Wiesen unter der Trockenheit, der erste Wiesenschnitt im Frühjahr wird nach Einschätzung Wallners vielerorts gering ausfallen. Insgesamt benötigen die Böden in Oberösterreich dringend Wasser.
Aus Sicht Wallners waren selbst die überdurchschnittlich hohen Niederschläge im Februar unzureichend. Notwendig wäre demnach ein über mehrere Tage andauernder Landregen mit 30 bis 50 Litern pro Quadratmeter. Größere Regenmengen sind derzeit jedoch nicht in Sicht.
Die Landwirtschaftskammer empfiehlt, die Bodenbearbeitung möglichst gering zu halten und wenn möglich auf den Einsatz des Pflugs zu verzichten. Zudem wird geraten, vermehrt Pflanzen zu nutzen, die besser mit Trockenheit umgehen können, als Beispiel wird Hirse genannt.
Über die anhaltende Trockenheit spricht Boden- und Wasserschutzberater Thomas Wallner mit Johannes Reitter in der ORF-Oberösterreich-Reihe „Auf ein Wort“, die samstags ausgestrahlt wird. Der Beitrag ist am 2. Mai 2026 online erschienen.








