Saalfelden stellt Gemeinde- und Feuerwehrfuhrpark auf Treibstoff HVO100 um
In Saalfelden (Pinzgau) wird der gesamte Fuhrpark der Gemeinde auf den Treibstoff HVO100 umgestellt. Auch die Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Saalfelden werden künftig vollständig mit diesem Kraftstoff betrieben.
HVO100 ist die Abkürzung für „Hydrotreated Vegetable Oil“, ein mit Wasserstoff hydriertes Pflanzenöl. Der Treibstoff wird als nachhaltiger, synthetischer Dieselkraftstoff beschrieben, der laut Angaben zu 100 Prozent aus biologischen Rest- und Abfallstoffen wie Altspeisefetten oder Pflanzenölen hergestellt wird.
Umfang des Fuhrparks und eigene Tankstelle
Der Fuhrpark der Gemeinde Saalfelden umfasst nach Angaben des Leiters des Wirtschaftshofes, Daniel Trixl, 70 Fahrzeuge. Dazu zählen unter anderem Bagger, Traktoren, Lkw, Schneepflüge, Kleinbusse, Pritschenwagen und Loipenspurgeräte. Wöchentlich werden im Gemeinde-Fuhrpark rund 2.600 Liter Treibstoff verbraucht.
Für die Versorgung der Fahrzeuge betreibt die Gemeinde eine eigene Tankstelle mit einem Fassungsvermögen von 50.000 Litern. Bürgermeister von Saalfelden ist Erich Rohmoser (SPÖ).
Kosten, Wartung und Betrieb
HVO100 ist deutlich teurer als herkömmlicher Diesel. Daniel Trixl beziffert den Aufpreis auf 15 bis 20 Prozent. Zugleich wird erwartet, dass Fahrzeuge mit HVO100 weniger wartungsintensiv sind. Zudem wird davon ausgegangen, dass die kommunale Tankstelle nicht mehr alle fünf Jahre aufwendig gereinigt werden muss, da es laut den Angaben bei HVO100 die bei Diesel üblichen Rückstände nicht mehr geben soll.
Aus dem laufenden Betrieb werden weitere Eigenschaften berichtet: Mitarbeitende beschreiben HVO100 als geruchsneutral. Nach Angaben von Thomas Grill, Fuhrparkleiter der Stadtgemeinde Saalfelden, gilt die Geruchsneutralität als großer Vorteil. Kolleginnen und Kollegen geben an, der Treibstoff würde nicht stinken.
Erfahrungen der Feuerwehr und erwartete CO2-Ersparnis
Die Freiwillige Feuerwehr Saalfelden meldet nach eigenen Angaben ausschließlich positive Erfahrungen mit HVO100. Genannt werden ein ruhigerer Motorlauf, ein leichteres Anspringen der Fahrzeuge sowie ein saubererer Betrieb bei gleichem Verbrauch und ohne erkennbare Nachteile gegenüber Diesel.
In Saalfelden wird durch die Umstellung auf HVO100 eine CO2-Ersparnis von bis zu 90 Prozent erwartet. Konkrete Messdaten dazu liegen in den vorliegenden Angaben nicht vor; die Zahl wird als Erwartungswert genannt.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








