Österreichs Dämmstoffmarkt zeigt erste Zeichen der Erholung: Stabilität nach jahrelangen Rückgängen
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Dämmstoffmarkt in Österreich stabilisiert sich nach Einbrüchen leicht

Der österreichische Dämmstoffmarkt hat sich nach deutlichen Rückgängen in den vergangenen Jahren leicht stabilisiert. Nach einem Rückgang von insgesamt rund 30 Prozent wurde im Jahr 2025 ein Plus von 0,6 Prozent verzeichnet.

Produzierende Dämmstoffbetriebe hoffen für das laufende Jahr auf eine weitere Erholung und rechnen erneut mit einem leichten Plus. Grundlage der aktuellen Einschätzungen ist eine neue Umfrage unter Dämmstoff-Betrieben.

Leichtes Wachstum nach massiven Einbrüchen

Zuvor hatte es am österreichischen Dämmstoffmarkt massive Einbrüche gegeben. Das leichte Plus im Jahr 2025 wird von Branchenvertretern als erstes Signal nach dem deutlichen Rückgang der Vorjahre gewertet.

Roland Hebbel, Vorstand der GDI 2050, der Interessensvertretung für Gebäudehülle- und Dämmstoff-Industrie in Österreich, erklärte, die Talsohle am Markt sei durchschritten, von Entwarnung könne jedoch noch keine Rede sein. Hebbel bezeichnete das Plus 2025 als erstes Signal für eine mögliche Erholung.

Unterschiedliche Entwicklung bei den Dämmstoffen

Bei den einzelnen Dämmstoffarten zeigt sich ein unterschiedliches Bild: Schaumstoffe wie EPS, XPS und PUR legten im Vorjahr um knapp fünf Prozent zu. Mineralwolle, also Stein- und Glaswolle, verzeichnete hingegen ein Minus von knapp vier Prozent.

Alternative Dämmstoffe wie Zellulose, Schafwolle oder Hanf gingen um rund zehn Prozent zurück. Diese Materialien werden vor allem im Einfamilienhausbau eingesetzt.

Energieeffizienz als zentrales Thema der Branche

Die Interessensvertretung der Dämmstoffindustrie sieht in der Verbesserung der Energieeffizienz im Gebäudebereich einen wesentlichen Hebel, um Abhängigkeiten zu reduzieren. Die GDI 2050 mit Sitz in Oberwaltersdorf im Bezirk Baden hat sich zum Ziel gesetzt, die Energieeffizienz im Gebäudebereich zu verbessern und zukunftsfit zu machen.

Gute Wärmedämmung soll dazu beitragen, dass Wärme im Winter nicht entweicht und Hitze im Sommer nicht eindringt. Dadurch sinkt der Energiebedarf für Heizung und Kühlung, was niedrigere Heiz- und Stromkosten zur Folge hat. Im Zusammenhang mit steigenden Energiepreisen wird in diesem Kontext auch der Iran-Krieg erwähnt.