Fleischverarbeiter Marcher und Frierss setzen auf Expansion
Die Villacher Fleischunternehmen Marcher Fleischwerke und Frierss bauen ihre Aktivitäten aus. Marcher übernimmt Mehrheitsbeteiligungen an zwei bayerischen Schlachthöfen, Frierss eröffnet einen neuen Feinkostladen in Velden.
In der Branche wird beschrieben, dass die Fleischwirtschaft nach Jahren des Rückgangs wieder im Aufwind ist und der Appetit der Kunden auf Fleisch an der Theke wieder zu wachsen scheint.
Marcher stärkt Präsenz in Deutschland
Die Marcher Fleischwerke mit Firmenzentrale in Villach werden als Österreichs größter Fleischerzeuger bezeichnet. Das Unternehmen erzielte mehr als 700 Millionen Euro Umsatz, beschäftigt 1.800 Mitarbeiter und betreibt aktuell elf Standorte.
Marcher verarbeitet nach eigenen Angaben jährlich eine Million Schweine und 140.000 Rinder. Mehr als die Hälfte der Verkäufe geht ins Ausland, wobei der deutsche Markt als wichtigster Exportmarkt für die österreichische Fleischwirtschaft beschrieben wird. Geschäftsführer ist Norbert Marcher.
Das Unternehmen hat die Mehrheitsbeteiligung an den bayerischen Schlachthöfen in Landshut und Vilshofen übernommen. Die kartellrechtliche Freigabe dieser Übernahme steht noch aus. Nach der Freigabe soll die Marcher-Gruppe über mehr als 300 Mitarbeiter in Deutschland verfügen.
Frierss mit neuem Feinkostladen in Velden
Frierss ist ein Villacher Traditionsbetrieb und war im Jahr 1898 der erste Wursterzeuger in der Draustadt. Das Familienunternehmen wird in fünfter Generation geführt, verfügt über zwei Produktionsstandorte und vier Fachgeschäfte.
Das Unternehmen eröffnet einen weiteren Feinkostladen in Velden, der als Pop-Up-Store bezeichnet wird. In dem neuen Geschäft soll der Schwerpunkt auf Fleisch- und Wurstspezialitäten liegen. Geschäftsführer ist Christoph Frierss.
Villach als Standort für Fleischwirtschaft und IT
Über Villach wird berichtet, dass die Stadt eine hohe Dichte an großen Fleischverarbeitungsbetrieben aufweist und zugleich ein gefragter IT-Standort ist. In Darstellungen aus der Branche heißt es, die Villacher Fleischverarbeiter seien sich einig, dass künftig vor allem anhaltend gute Qualität wichtig für den Erfolg sei.








