ÖVP Kärnten schlägt Alarm: Drogenkonsum steigt und fordert massive Gegenmaßnahmen
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ÖVP Kärnten fordert verstärkte Maßnahmen gegen Drogenkonsum

In Kärnten ist der Konsum illegaler Drogen im vergangenen Jahr laut Abwasseranalysen gestiegen. Besonders der Kokainkonsum hat demnach deutlich zugenommen, auch synthetische Drogen werden häufiger konsumiert.

Vor diesem Hintergrund fordert die ÖVP zusätzliche Maßnahmen in den Bereichen Polizei und Prävention. Bei einer Pressekonferenz in Villach wurden mehrere Anliegen der Partei vorgestellt.

Forderungen nach mehr Polizei und Prävention an Schulen

Die ÖVP spricht sich für mehr Polizeikräfte in einer Spezialeinheit aus. Zudem verlangt die Partei eine verpflichtende Prävention an höheren Schulen.

Der Klubobmann der Kärntner Volkspartei, Markus Malle, betonte, dass es seiner Ansicht nach an jeder höheren Schule verpflichtende Präventionsangebote geben soll. Aus seiner Sicht soll außerdem ein höherer Anteil der Gesamtmittel in die Prävention fließen.

Debatte um Abwassermonitoring in Villach

Die ÖVP kritisiert, in der Stadt Villach werde das Drogenproblem unter den Teppich gekehrt. Nach Angaben der Partei wurde zweimal der Vorschlag eingebracht, dass Villach am Abwassermonitoring teilnehmen soll.

Laut Christian Pober (ÖVP) wurde dieser Vorschlag zweimal von der SPÖ abgelehnt. Als Begründung sei angeführt worden, dass im Rahmen eines solchen Monitorings auch Daten von Villach-Land enthalten wären. Pober erklärte dazu, nach heutigem Stand lasse sich seiner Ansicht nach herausmessen, welche Abwasserdaten zu Villach-Land gehören.

Kritik an Hanfshops und Ruf nach strengeren Kontrollen

Die Volkspartei sieht zudem ein Problem in zahlreichen Hanfshops. Markus Malle und Christian Pober fordern in diesem Zusammenhang genauere Kontrollen.

Malle berichtete von einem Versuch der ÖVP, bei dem aus seiner Darstellung heraus in Hanfshops deutliche Mängel festgestellt worden seien. Nach seiner Schilderung erhält man in manchen Hanfshops entsprechende Produkte, wenn man nach etwas fragt, „was fetzt“. Diese Produkte würden offiziell als Dekorationsgegenstände bezeichnet. Malle stellte die Frage, ob man in Bezug auf Hanfshops nicht stärker durchgreifen solle.