Tiroler Opposition fordert Aktionsplan für Kinder und Jugendliche
Die Oppositionsparteien im Tiroler Landtag verlangen von der Landesregierung einen umfassenden Aktionsplan für Kinder und Jugendliche. Sie pochen auf mehr Unterstützung, zusätzliche psychosoziale Hilfsangebote und mehr Entfaltungsräume für junge Menschen.
Freiheitliche, Liste Fritz, Grüne und NEOS wollen dazu im nächsten Tiroler Landtag gemeinsam einen Dringlichkeitsantrag zu Angeboten für Kinder und Jugendliche einbringen. Die Opposition kritisiert, die schwarz-rote Landesregierung gehe aus ihrer Sicht zu langsam oder gar nicht auf Probleme, Hilferufe und Wünsche junger Menschen ein.
Kritik an Versorgungslage und Förderpolitik
Im Mittelpunkt der Kritik stehen unter anderem eine Drogenproblematik mit Todesfällen von Jugendlichen in Tirol, fehlende Betreuungsplätze in der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie eingefrorene oder gekürzte Förderungen für Jugendeinrichtungen. Aus Sicht der Opposition besteht in mehreren Bereichen dringender Handlungsbedarf.
Die grüne Landtagsabgeordnete Zeliha Arslan spricht von großem Handlungsbedarf im Gesundheitswesen, im Sozialbereich und in der Sicherheitspolitik im Zusammenhang mit Angeboten für Kinder und Jugendliche. Andrea Haselwanter-Schneider von der Liste Fritz bemängelt einen Mangel an Prävention und weist auf einen eklatanten Mangel an Akutplätzen zur psychosozialen Betreuung von Jugendlichen hin.
Nach Angaben von Haselwanter-Schneider standen im vergangenen Herbst 100 Jugendliche auf Wartelisten für psychosoziale Betreuung. Ihrer Ansicht nach gibt es derzeit nur etwa halb so viele stationäre Plätze wie benötigt. Sie sieht zudem fehlende präventive und tagesklinische Angebote für Jugendliche.
Forderung nach mehr Beteiligung junger Menschen
Susanna Riedelsperger von den NEOS fordert, junge Menschen in ihrer Lebenswelt und ihren Bedürfnissen ernst zu nehmen und ihnen stärker zuzuhören. Sie sieht einen Bedarf an konsumfreien Treffpunkten und Freizeitangeboten und spricht sich dafür aus, Jugendliche in die Planung von Angeboten einzubeziehen.
Der freiheitliche Abgeordnete Daniel Marschick kritisiert, dass ÖVP und SPÖ Oppositionsanliegen speziell für Kinder und Jugendliche häufig ablehnten oder stark abänderten. Die vier Oppositionsparteien in Tirol sind sich einig, dass für Kinder und Jugendliche mehr Geld ausgegeben werden soll. Nach Einschätzung der Opposition handelt es sich dabei um eine Frage der Prioritätensetzung der schwarz-roten Landesregierung bei knappen öffentlichen Kassen.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








