Kritik an geplanter Paketabgabe der Bundesregierung
Die Bundesregierung plant ab Oktober eine Paketabgabe von zwei Euro pro Sendung, die große Versandhäuser betreffen soll. Ziel der Maßnahme ist es, Budgetlöcher zu stopfen und kleine heimische Versandhändler zu stärken.
Vorgesehen ist laut den Plänen, dass die Abgabe nur für Unternehmen gilt, die in Österreich mindestens 100 Millionen Euro Umsatz erzielen. Davon betroffen wären insbesondere große Anbieter wie Amazon, Temu, Zalando und Shein.
Handelsvertreter warnen vor Mehrbelastung
Gerhard Wohlmuth, Sprecher des Handels in der steirischen Wirtschaftskammer, bezeichnet die geplante Paketabgabe als zusätzliche Belastung für den Handel. Besonders Onlinehändler, die große Plattformen nutzen, seien betroffen.
Wohlmuth befürchtet, dass die durch die Abgabe entstehenden Mehrkosten letztlich beim Endkonsumenten landen werden. Laut Angaben verkaufen 70 Prozent aller steirischen Onlinehändler über große Plattformen. Es wird die Befürchtung geäußert, dass steirische Kleinunternehmer durch die Paketabgabe zu Verlierern werden könnten. Der Handelsverband teilt diese Einschätzung.
Reaktionen aus dem E-Commerce
Der steirische Online-Shop-Betreiber niceshops ist von der geplanten Paketabgabe nicht direkt betroffen, da das Unternehmen in Österreich keine 100 Millionen Euro Umsatz erzielt. Geschäftsführer Christoph Schreiner sieht dadurch jedoch keinen echten Vorteil für niceshops.
Schreiner fordert, dass die Steuer auf Drittstaatenimporte exekutiert werden müsste. Dadurch könne der Markt nach seiner Darstellung vor unfairem Wettbewerb aus asiatischen Ländern geschützt werden.
Geplante Gegenmaßnahmen der Wirtschaft
Von Wirtschaftsseite wird nach Angaben aus der Branche mit aller Kraft versucht, gegen die ab Oktober gültige zwei-Euro-Paketabgabe vorzugehen. Es sind bereits rechtliche Schritte gegen die geplante Regelung in Vorbereitung.








