Pandas in Schönbrunn: Fortschritte in Anlagen-Erweiterung und medizinischem Training
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Große Pandas in Schönbrunn: Erweiterte Anlage und Fortschritte im Training

Im Tiergarten Schönbrunn leben derzeit zwei Große Pandas, die sich seit etwa einem Jahr in Wien befinden und dort als Publikumshit gelten. Die Anlage für die Tiere wurde erweitert und neugestaltet.

Die Großen Pandas werden als gefährdete Tiere beschrieben. Der Tiergarten verweist auf eine seit über zwei Jahrzehnten bestehende Forschungskooperation mit der China Wildlife Conservation Association. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit seien in China Schutzgebiete etabliert und ausgeweitet worden, die den natürlichen Lebensraum der Großen Pandas sichern. Von diesen Schutzgebieten profitieren laut Tiergarten auch weitere hochbedrohte Arten, die denselben Lebensraum teilen.

Neugestaltete Anlage und Verhalten der Tiere

Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck äußert sich zu den Großen Pandas und der neuen Anlage. Im neu hinzugekommenen Bereich der Außenanlage stehen dem Panda-Weibchen mehr Klettermöglichkeiten zur Verfügung. Es wird berichtet, dass das Weibchen besonders gerne klettert und an heißen Tagen durch das Wasser watet.

Die beiden Tiere werden als jung und sehr verspielt beschrieben. Das Panda-Männchen gilt als neugierig und erkundungsfreudig, während das Panda-Weibchen in unbekannten Situationen eher vorsichtig ist. Beide gelten als Publikumslieblinge im Tiergarten.

Langjährige Betreuung und medizinisches Training

Tierpflegerin Renate Haider betreut seit 2003 die Großen Pandas in Schönbrunn. Sie bezeichnet die Anpassung an das neue Panda-Paar als spannende Herausforderung.

Berichtet wird auch über Fortschritte beim medizinischen Training. Beide Tiere haben demnach gelernt, ihre Pfoten für Blutabnahmen auf einen speziellen Griff zu legen und gezielt bestimmte Positionen für Untersuchungen einzunehmen. Diese Trainingsschritte sollen die tiermedizinische Betreuung erleichtern und das Vertrauen zwischen den Pandas und dem Pflegerteam stärken.

Paarungszeit mit ersten Annäherungen

Im Frühjahr fand im Tiergarten Schönbrunn die diesjährige Paarungszeit der Großen Pandas statt. Kuratorin Eveline Dungl wird in diesem Zusammenhang zitiert. Panda-Weibchen seien nur zwei bis drei Tage im Jahr empfängnisbereit. Laut Dungl zeigten die beiden Tiere in dieser Phase typische Verhaltensweisen.

Dazu zählen erhöhte Aktivität, vermehrte Kommunikation über Duftmarken und spezifische Laute sowie ein größeres Interesse aneinander. Es kam zu ersten Annäherungen und noch sehr verspielten Paarungsversuchen. Dungl wird mit der Aussage wiedergegeben, dass die beiden Großen Pandas gut harmonieren.