Neue Schmetterlingsart auf Kreta nach Papst Leo XIV. benannt
Ein internationales Forschungsteam hat eine neu entdeckte Schmetterlingsart nach Papst Leo XIV. benannt. Mit der Namensgebung ist ein Appell an das Kirchenoberhaupt verbunden, der auf die Verantwortung des Menschen für die Bewahrung der Schöpfung aufmerksam machen soll.
Geleitet wird die Studie von Peter Huemer von den Tiroler Landesmuseen. Huemer ist ehemaliger Leiter der Naturwissenschaftlichen Sammlung der Landesmuseen und derzeit ehrenamtlicher Mitarbeiter der Einrichtung.
Fundort in den Gebirgen Kretas
Die neue Art wurde in den westlichen Gebirgsregionen der griechischen Insel Kreta entdeckt. Sie ist nach derzeitigem Wissensstand ausschließlich aus diesen Gebieten bekannt. Nachgewiesen wurde der Schmetterling an künstlichen Lichtquellen, aktiv scheint er vor allem im Juni zu sein.
Über Biologie und Lebensweise der Art liegen bislang keine näheren Kenntnisse vor. Die Flügelspannweite beträgt rund zwei Zentimeter, damit zählt der Falter zu den mittelgroßen Vertretern seiner Gruppe.
Auffällige Färbung der Vorderflügel
Der sogenannte Papst-Leo-Schmetterling besitzt auffällige purpurfarbene Vorderflügel. Charakteristisch sind ein orange-goldener Fleck sowie markante weiße Binden auf diesen Flügeln. Präparate des Schmetterlings werden bildlich dokumentiert.
Naturschutz-Appell und Biodiversitätskrise
Mit der Benennung der Schmetterlingsart ist nach Angaben der Forschenden ein eindringlicher Naturschutz-Appell an den Papst verbunden. Huemer warnt in diesem Zusammenhang vor einer aktuell vorherrschenden globalen Biodiversitätskrise.
Er weist darauf hin, dass erst ein Bruchteil der weltweiten Artenvielfalt wissenschaftlich erfasst sei. Ein wirksamer Schutz biologischer Vielfalt setze voraus, dass Arten erkannt, beschrieben und benannt werden. In der Ordnung der Schmetterlinge werden seinen Angaben zufolge jährlich rund 700 neue Arten entdeckt.








