Pfand auf Einweggebinde zeigt Wirkung: Müllaufkommen in Vorarlberg deutlich reduziert
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Weniger Einwegabfall bei Flurreinigungen in Vorarlberg beobachtet

In Vorarlberg haben in den vergangenen Wochen zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer in den Gemeinden achtlos weggeworfenen Abfall eingesammelt. Am 25. April 2026 sind die letzten Termine der landesweiten Landschaftsreinigungen in diesem Frühjahr abgeschlossen worden.

Mehrere Städte und Gemeinden berichten, dass bei den jüngsten Aktionen weniger Einweg-Plastikflaschen und Getränkedosen in der Landschaft gefunden wurden. In Österreich gilt seit Jänner 2025 ein Pfand auf Dosen und Einweg-Plastikflaschen.

Pfandsystem und Rückgang von Einweggebinden

Für Einweg-Plastikflaschen und Dosen wird seit Jänner 2025 ein Pfand von 25 Cent verrechnet. Leere Gebinde können retourniert werden, das Pfandgeld wird dann zurückerstattet. Ziel der Pfandmaßnahme ist es, die Recyclingquote zu erhöhen und die Natur sauber zu halten.

Ein erstes Fazit der Landschaftsreinigungen in Vorarlberg zeigt, dass die Müllmenge bei Einwegplastikflaschen und Dosen zurückgeht. Die Stadt Bregenz berichtet, dass bei der Aktion „Seeputzate“ deutlich weniger Einweggebinde entlang des Sees eingesammelt wurden. Auch im Naturschutzgebiet verzeichnet die Stadt einen generellen Rückgang von Einwegplastikflaschen und Dosen. Laut Stellungnahme werden bei Straßenkehrarbeiten derzeit ungefähr ein Drittel weniger Plastikflaschen und Dosen eingesammelt.

Die Marktgemeinde Rankweil berichtet, dass im Rahmen der Flurreinigung 2026 deutlich weniger Einweggebinde wie Plastikflaschen und Getränkedosen in der Landschaft vorgefunden wurden. Die Kommunikationsleiterin der Marktgemeinde, Fleur Weiland, gibt an, dass diese Beobachtung mit Rückmeldungen der freiwilligen Helferinnen und Helfer übereinstimmt und auch von örtlichen Landwirten bestätigt wird. Diese berichten, dass sich der Aufwand für das Entfernen von Müll auf landwirtschaftlichen Flächen spürbar reduziert hat. Weiland betont zugleich, dass noch keine abschließende Auswertung zum Pfandsystem vorliegt.

Auch die Stadt Hohenems meldet Veränderungen: Bei der Flurreinigung 2026 seien Pfandgebinde nur noch selten bis kaum aufgefunden worden. Einwegpfandflaschen und Getränkedosen seien entlang von Straßen und Gehwegen inzwischen deutlich seltener, so der Kommunikationsleiter der Stadt, Simon Egle.

Durchsuchte Abfallbehälter und lokale Maßnahmen

In Hohenems beobachtet die Stadt, dass öffentliche Abfallbehälter im Stadtgebiet vermehrt nach verwertbaren Gegenständen durchsucht werden. Laut Simon Egle geht es dabei vor allem um Pfandgebinde. Der Werkhof stellt fest, dass aus dem vermehrten Durchsuchen der Abfallbehälter keine verstärkte Unordnung entstanden ist. Solche Durchsuchungen wurden dort bereits vor Einführung des Einwegpfands beobachtet.

In Rankweil wurde kurz nach Einführung des Pfandsystems vereinzelt beobachtet, dass gelbe Säcke aufgerissen wurden. Dies trat insbesondere in einer Übergangsphase auf, in der noch viele nicht pfandpflichtige Gebinde im Umlauf waren. Inzwischen wird dieses Aufreißen gelber Säcke als weitgehend abgeklungen beschrieben. Derzeit werden in Rankweil Systeme geprüft, bei denen Pfandgebinde außerhalb von Müllbehältern gut sichtbar und einfach entnehmbar abgestellt werden können. Ziel ist es, die Entnahme von Pfandgebinden zu erleichtern und das Durchsuchen von Abfällen zu reduzieren.

In Bregenz sind der Stadtverwaltung vereinzelte Fälle bekannt, bei denen im Müll nach Pfandflaschen gesucht wurde. Die Stadt beschreibt die Situation mit nach Pfandflaschen durchsuchten Müllsäcken als sehr überschaubar; aufgerissene Müllsäcke kommen laut Stadt nur selten vor. Deutlich größere Bedeutung misst die Marktgemeinde Rankweil der missbräuchlichen Nutzung öffentlicher Abfallbehälter zur Entsorgung von Hausmüll bei. Solche illegalen Ablagerungen verursachen dort einen deutlich höheren Reinigungs- und Kostenaufwand.

Bludenz: Weniger Verschmutzung, Hausmüll bleibt Problem

Die Stadt Bludenz stellt fest, dass Verschmutzungen in Wald, Wiesen und Fluren geringer geworden sind. Gleichzeitig wird die illegale Entsorgung von Hausabfällen weiterhin als Hauptproblem bezeichnet. Pfandgebinde werden laut Stadt auch weiterhin weggeworfen, besonders im Bereich von Schulen und Jugendplätzen.

Zudem wird berichtet, dass in Bludenz Personen unterwegs sind, die Pfand aus Abfalleimern fischen oder einsammeln, um sich den Pfanderlös zu sichern. Die Flurreinigung habe gezeigt, dass tendenziell weniger Abfälle auf Straßen und Wiesen liegen. Ob der Rückgang der Abfälle in Bludenz mit dem Einwegpfand zusammenhängt, bleibt offen.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.