Wachsende Nachfrage nach Photovoltaik in der Salzburger Altstadt
In der Salzburger Altstadt werden seit Jahren Photovoltaikanlagen auf Hausdächern betrieben. Das Interesse an weiteren Anlagen nimmt deutlich zu.
Altstadterhaltungskommission und Baurechtsamt erhalten zunehmend Wünsche zur Errichtung von Photovoltaikanlagen in der streng geschützten Altstadt. Mittlerweile geht es bei rund einem Drittel der Umbauanfragen auch um Solaranlagen.
Bestehende Anlagen auf historischen Gebäuden
Auf einem privaten Wohnhaus am Mönchsberg wurde 2012 eine Photovoltaikanlage errichtet. Das Gebäude liegt in der Altstadtschutzzone 1. Die Anlage wurde baurechtlich und naturschutzrechtlich genehmigt, befindet sich auf der Rückseite des Hauses und ist von öffentlichen Bereichen kaum sichtbar. Bauherr ist der frühere Salzburg-AG-Manager Michael Schaffer.
Auf dem Dach des Haus der Natur ist seit mehr als 15 Jahren eine Photovoltaikanlage in Betrieb. Sie produziert Strom für den Betrieb des Science Centers. Nach Angaben von Alexander Würfl vom Baurechtsamt ist das Haus der Natur von den Stadtbergen aus nicht unbedingt zu sehen.
Neue Projekte in Schutzzonen und Weltkulturerbe-Kernzone
Im April wurde im Kaiviertel die erste Photovoltaikanlage direkt in der Weltkulturerbe-Kernzone genehmigt. Dafür werden entspiegelte und farblich angepasste Module eingesetzt, die sich besser in historische Dächer integrieren lassen.
Weitere bereits genehmigte Photovoltaikanlagen in Salzburg befinden sich auf dem Dach des Paracelsusbades sowie auf dem Neubau des Mozarteum Salzburg in der Altstadtschutzzone 2.
Kriterien für Genehmigungen
Für das Baurechtsamt ist bei Photovoltaikanlagen in der Salzburger Altstadt die harmonische Einfügung in das Stadtbild entscheidend. Beim Bundesdenkmalamt gilt die Qualität der Gestaltung als wesentlich. Landeskonservatorin Eva Hody ist dem Bundesdenkmalamt zugeordnet.








