Pionierprojekt im Moor: Die Revitalisierung eines geschädigten Moorgebiets beginnt im Wildmoos
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Einzigartiges Moorprojekt im Naturschutzgebiet Wildmoos gestartet

Im Naturschutzgebiet Wildmoos bei Mondsee wird ein Moor revitalisiert. Das Vorhaben gilt als in Österreich einzigartiges Naturschutzprojekt.

Die Österreichischen Bundesforste füllen dazu einen ehemaligen Torfstich mit Spendertorf auf. Ziel ist die Wiedervernässung eines geschädigten Moorbereichs.

Revitalisierung eines geschädigten Hochmoors

Das Hochmoor im Wildmoos am Mondseeberg ist rund acht Hektar groß. Ein Teil des Moorgebiets wurde in den 1950er Jahren durch Torfabbau stark beeinträchtigt.

Rund 2.200 Quadratmeter dieser Fläche werden nun revitalisiert. Dafür werden etwa 3.000 Kubikmeter Torf aus einem Niedermoor eingebracht.

Der Spendertorf stammt aus einem Bauprojekt in Seekirchen am Wallersee im Flachgau und wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Mit dem Material soll die durch den früheren Torfabbau entstandene Vertiefung geschlossen werden.

Vorgehen in mehreren Arbeitsschritten

Die Revitalisierungsarbeiten erfolgen in mehreren Schritten. Zunächst wird die Fläche vorbereitet, von Bewuchs befreit und der Oberboden abgetragen.

Anschließend wird der Spendertorf auf der Fläche verteilt und modelliert, um den ehemaligen Torfstich aufzufüllen. Zum Abschluss wird der Oberboden wieder aufgetragen.

Nach Beendigung der Arbeiten bleibt die Fläche der natürlichen Entwicklung überlassen. Es wird erwartet, dass sich dort wieder standorttypische Vegetation ansiedelt.

Beteiligte Institutionen und Finanzierung

Das Projekt wird gemeinsam von den Österreichischen Bundesforsten und der Bundesanstalt Statistik Austria finanziert. Andreas Gruber ist Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz der Österreichischen Bundesforste, Naturraummanager Xaver Wimmer leitet das Projekt im Wildmoos.

Für die praktische Umsetzung arbeitet man mit dem Pionierbataillon 3 des Bundesheeres zusammen. Die „Melker Pioniere“ errichteten eine temporäre Zufahrt zum Moorgebiet, um den Transport des Spendertorfs zu ermöglichen.

Bedeutung der Moore und weitere Schutzmaßnahmen

Der betroffene Moorbereich hatte durch frühere Entwässerung seine Funktion als CO₂-Speicher weitgehend verloren. Intakte Moore zählen zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen Europas.

Moore sind Feuchtgebiete, in denen sich über lange Zeit Torf bildet. Sie speichern große Mengen Kohlenstoff, verbessern das Mikroklima und dienen als Lebensraum seltener Arten.

Laut Angaben können nur nasse Moore ihre Funktionen erfüllen. Sie binden Kohlenstoffdioxid im Boden, regulieren den Wasserhaushalt der Umgebung, gelten als unersetzlich für die Artenvielfalt und leisten einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz.

In Oberösterreich gibt es rund 2.700 Hektar Moorflächen. Etwa 2.000 Hektar Moorflächen der Österreichischen Bundesforste stehen seit Jahrzehnten unter Schutz.

Moore wachsen sehr langsam und benötigen langfristigen Schutz. Die Maßnahme im Wildmoos ist Teil zahlreicher Moorschutzprojekte der Österreichischen Bundesforste. Bereits im Vorjahr wurden in Kooperation mit dem Land Oberösterreich ähnliche Revitalisierungen durchgeführt. Mehr als 50 Projekte der Bundesforste tragen dazu bei, Moorökosysteme zu erhalten.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.