SPÖ Oberösterreich warnt vor Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Über-50-Jährigen
Die SPÖ Oberösterreich fordert verstärkte Maßnahmen zum Schutz älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Arbeitslosigkeit und zur Verhinderung von Altersarmut. Anlass sind Angaben der Partei zufolge steigende Arbeitslosenzahlen bei Menschen über 50 Jahren.
Laut SPÖ ist die Zahl der Arbeitslosen über 50 in Oberösterreich innerhalb eines Jahres um 13 Prozent gestiegen. Im Juni waren demnach 11.722 arbeitslose Menschen mindestens 50 Jahre alt, was 32,6 Prozent aller Arbeitslosen im Bundesland entspreche.
Oberösterreich liegt beim Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Gruppe 50 plus im Bundesländervergleich demnach auf Platz vier hinter Salzburg, Tirol und Niederösterreich. Betroffen seien besonders ältere Jobsuchende und Frauen. Die SPÖ sieht Handlungsbedarf, weil viele Menschen über 55 nach einem Jobverlust nur schwer wieder eine Beschäftigung finden und damit ein erhöhtes Risiko von Langzeitarbeitslosigkeit und späterer Altersarmut verbunden werde. SPÖ-Landesparteivorsitzender und Soziallandesrat Martin Winkler wird als Quelle für diese Einschätzungen genannt.
Forderungen nach Bonus-Malus-System und Maßnahmen gegen Altersdiskriminierung
Die SPÖ Oberösterreich spricht sich gegen eine weitere Anhebung des gesetzlichen Pensionsalters aus und fordert bessere Beschäftigungschancen für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Maßnahmen gegen Altersdiskriminierung. Ein zentrales Element ist der Vorschlag eines Bonus-Malus-Systems für Unternehmen.
Betriebe, die ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einstellen, weiterbeschäftigen oder qualifizieren, sollen nach diesem Modell finanziell belohnt werden. Unternehmen mit einem unterdurchschnittlichen Anteil älterer Beschäftigter sollen hingegen höhere Beiträge leisten. Die daraus erzielten Mehreinnahmen sollen nach dem Vorschlag der SPÖ in Qualifizierungs- und Beschäftigungsprogramme für ältere Arbeitslose fließen.
Unterstützung für „Aktion 55+“ des Sozialministeriums
Die SPÖ begrüßt die von Sozialministerin Korinna Schumann angekündigte „Aktion 55+“. Damit sollen in den Jahren 2026 und 2027 jährlich bis zu 6.000 Arbeitsplätze für Menschen ab 55 Jahren geschaffen oder gefördert werden.
Debatte um Pensionsalter und Altersarmut
Birgit Gerstorfer, Präsidentin des Pensionistenverbandes Österreich, spricht sich gegen eine weitere Anhebung des gesetzlichen Pensionsalters aus. Sie verweist darauf, dass insbesondere Frauen von einer solchen Anhebung besonders betroffen wären.
Altersarmut wird in diesem Zusammenhang häufig als Folge niedriger Löhne, langer Teilzeitbeschäftigung sowie unbezahlter Betreuungs- und Pflegearbeit beschrieben. Gerstorfer bezeichnet eine weitere Erhöhung des Pensionsalters als sozial nicht vertretbar, solange Menschen über 55, insbesondere Frauen, vielfach keine realistische Chance auf einen Arbeitsplatz bis zur Pension hätten.
Martin Winkler übt zudem Kritik an der Denkfabrik Agenda Austria. Diese spricht sich für eine Anhebung des gesetzlichen Pensionsalters aus. Die SPÖ lehnt diese Forderungen ab und erneuert ihre Forderung nach gezielten Maßnahmen zur Verbesserung der Lage älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.







