Bürokratieabbau in Österreich: Ein Drittel der Maßnahmen umgesetzt
Die österreichische Wirtschaft klagt seit Jahren über umfangreiche Bürokratie. Nachweis- und Dokumentationspflichten verursachen nach Angaben aus der Wirtschaft erheblichen Verwaltungsaufwand.
Die Bundesregierung hat auf diese Kritik mit einem Deregulierungspaket reagiert. Insgesamt wurden 113 Maßnahmen zum Bürokratieabbau beschlossen. Davon ist bislang rund ein Drittel umgesetzt.
Bereits umgesetzte Maßnahmen
Zu den bereits realisierten Schritten zählen weniger Berichtspflichten, eine stärkere Digitalisierung von Verfahren sowie schnellere Genehmigungsprozesse. Weiterhin bestehen jedoch gesetzliche Bestimmungen, die Unternehmen zur Angabe einer Faxnummer verpflichten.
Staatssekretär verweist auf Koalitionsabstimmung
Josef Schellhorn, Staatssekretär für Deregulierung, äußerte sich vor zwei Wochen in einem Interview in der Zeit im Bild 2 zum Fortschritt des Vorhabens. Er zeigte Verständnis für die Ungeduld vieler Betroffener und verwies zugleich auf die notwendigen Abstimmungen innerhalb der Dreierkoalition.
Studie zeigt Ausmaß des Verwaltungsaufwands
Im Zuge der Vorbereitung des Deregulierungspakets wurden mehr als 5.000 Rückmeldungen von Bürgern, Unternehmen und der Verwaltung ausgewertet. Am häufigsten genannt wurden langwierige Behördenverfahren, doppelte Meldepflichten und mangelnde Digitalisierung.
Das Wirtschaftsforschungsinstitut EcoAustria führte begleitend eine Studie durch. Demnach beanspruchen bürokratische Aufgaben rund sieben Prozent der Arbeitszeit in Unternehmen.








