Europäisches Forum Alpbach 2026: „How Europe wins“ als Jahresmotto
Das Europäische Forum Alpbach (EFA) findet vom 24. August bis 4. September 2026 statt. Unter dem Motto „How Europe wins“ werden bei über 200 Veranstaltungen Spitzenpolitiker, Unternehmer, Wissenschafter und Stipendiaten über europäische Themen diskutieren. EFA-Präsident Othmar Karas bezeichnete das Motto als Einladung, Europas Strategien neu zu entwickeln.
500 junge Stipendiaten aus 65 Ländern nehmen am Forum teil. Den Auftakt bilden die „Academy Days“ für das intellektuelle Fundament sowie die „Euregio Days“ zur regionalen Kooperation. Die zweite Woche ab 30. August stellt den inhaltlichen Höhepunkt der Veranstaltung dar.
Hochrangige internationale Referenten
Zu den angekündigten internationalen Referenten zählen der frühere italienische Ministerpräsident Enrico Letta, der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski, der kosovarische Premierminister Albin Kurti sowie die frühere kanadische Vize-Premierministerin Chrystia Freeland. Ebenfalls angekündigt sind die ehemalige slowakische Präsidentin Zuzana Caputova, der frühere stellvertretende UNO-Generalsekretär und heutige Vorsitzende des indischen Parlamentsausschusses für auswärtige Angelegenheiten Shashi Tharoor sowie Armin Laschet, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag.
Aus den EU-Institutionen nehmen unter anderem Verteidigungskommissar Andrius Kubilius, Agrarkommissar Christophe Hansen und EU-Kommissar für Inneres und Migration Magnus Brunner teil, dazu zahlreiche Spitzenvertreter des Europäischen Parlaments. Aus Österreich sind Bundespräsident Alexander Van der Bellen sowie neun Bundesminister angemeldet. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger diskutiert am 31. August gemeinsam mit dem Politologen Ivan Krastev über die Stärkung der europäischen Handlungsfähigkeit. Unter den angemeldeten österreichischen Politikern befinden sich keine Vertreter der FPÖ. Karas erklärte dazu, das Forum sei offen und schließe niemanden aus.
EU-Budget, UNO-Sicherheitsrat und erstmals ein Manifest
Inhaltlich wird das künftige mehrjährige EU-Budget einen Schwerpunkt bilden. Darüber hinaus ist ein „UN-Retreat“ geplant, bei dem Österreichs Mitgliedschaft im UNO-Sicherheitsrat und die österreichische Rolle in der UNO thematisiert werden sollen. Erstmals seit 80 Jahren soll das Forum mit einem Manifest abgeschlossen werden: Zehn Punkte aus den Diskussionsrunden sollen konkrete Handlungsempfehlungen für Europa formulieren. EFA-Generalsekretär Nikolaus Donig betonte, das Manifest sei als Auftrag an die Politik gedacht.
Ebenfalls neu ist die erstmalige Beteiligung des Ausschusses der Regionen. Unter den angemeldeten Teilnehmern aus der Wirtschaft befinden sich leitende Vertreter international tätiger Unternehmen, darunter Saab und die Deutsche Bundesbank.








