Hitze-Diskussion in der Steiermark: Ferientermine auf dem Prüfstand, Studie fordert Bildungsreform
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Hitzedebatte und Bildungsreform: Diskussion über Sommerferien und Schulsystem in der Steiermark

Die anhaltende Hitze hat in Österreich eine Debatte über den Beginn der Sommerferien ausgelöst. Während sich der Kärntner Landeshauptmann für einen früheren Ferienstart ausspricht, reagieren Vertreter aus der Steiermark zurückhaltend.

Vorsicht vor Schnellschüssen

Josef Pesserl, Chef der Arbeiterkammer Steiermark, äußert sich zur Idee einer Ferienvorverlegung zurückhaltend und verweist auf die Unberechenbarkeit des Wetters. Ähnlich differenziert positioniert sich Stefan Hermann, steirischer Bildungslandesrat und FPÖ-Mitglied: Er zeigt sich grundsätzlich offen für eine entsprechende Diskussion, warnt jedoch vor übereilten Entscheidungen. Zudem weist Hermann darauf hin, dass Gemeinden im Fall einer Vorverlegung die Kinderbetreuung neu organisieren müssten.

AK-Studie zeigt Reformbedarf im Bildungssystem

Unabhängig von der Feriendebatte hat die Arbeiterkammer Steiermark eine Studie zum Bildungssystem vorgelegt. An der Befragung nahmen 380 junge Erwachsene teil. Autorin der Studie ist Claudia Brandstätter. Die Ergebnisse fallen laut Studie überwiegend positiv aus, zeigen aber gleichzeitig deutlichen Reformbedarf.

Junge Erwachsene wünschen sich demnach weniger Auswendiglernen und eine bessere Vorbereitung auf den Alltag. Besonders häufig genannt werden Finanzbildung, digitale Kompetenzen und politische Bildung. Der Frontalunterricht wird in der Studie als „No-go“ bezeichnet – diese Kritik richtet sich vor allem an den Unterricht in Mathematik, Chemie, Physik und anderen MINT-Fächern.

AK-Präsident Pesserl fordert auf Basis der Ergebnisse die Einführung einer ganztägigen Schulform mit verschränktem Unterricht.