Kärntner Landtag beschließt Einrichtung eines Gewaltschutzbeirats
Der Kärntner Landtag hat einstimmig die Einrichtung eines Gewaltschutzbeirats beschlossen. Das neue Gremium soll die Landesregierung künftig in fachlichen und strategischen Fragen des Gewaltschutzes beraten.
Der Beirat wird aus 18 ehrenamtlichen Mitgliedern bestehen. Für den Bereich Frauen und Gleichstellung ist Marika Lagger-Pöllinger (SPÖ) zuständig.
Bessere Vernetzung als Ziel
Mit dem Gewaltschutzbeirat soll eine Plattform geschaffen werden, die die Arbeit einzelner Beratungseinrichtungen und Opferschutzstellen sichtbarer macht. Frauenhäuser, Männerberatungsstellen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Verwaltung, Polizei, Justiz und Politik sollen dadurch enger zusammenarbeiten. Zudem soll erhoben werden, in welchen Bereichen Versorgungslücken bestehen.
Ein weiteres Anliegen ist der Ausbau von Gewaltschutzangeboten im ländlichen Raum. Diese sollen niederschwellig zugänglich sein. Mit einem geplanten Aktionsplan will der Beirat zudem stärker auf Prävention setzen.
Inhaltliche Schwerpunkte werden noch abgestimmt
In den kommenden Monaten sollen die inhaltlichen Schwerpunkte des Gewaltschutzbeirats weiter festgelegt werden. Im Mittelpunkt stehen die Prävention von Gewalt im sozialen Nahraum, die Bekämpfung geschlechterspezifischer und sexualisierter Gewalt, die Weiterentwicklung regionaler Unterstützungsangebote, die Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit sowie Maßnahmen zur Sensibilisierung der Bevölkerung.





