Wählerstromanalyse zur Grazer Gemeinderatswahl: KPÖ mobilisierte stärkste Nichtwählergruppe
Die KPÖ hat die Grazer Gemeinderatswahl 2026 gewonnen und dabei ein Plus von sieben Prozentpunkten erzielt. Den Vorsprung auf die zweitplatzierte ÖVP baute die Partei von Bürgermeisterin Elke Kahr um mehr als 9.000 Stimmen aus. Das Foresight-Institut hat im Auftrag des ORF eine Wählerstromanalyse zur Wahl erstellt.
Laut der Analyse wählten 59 Prozent jener Personen, die 2021 für die KPÖ gestimmt hatten, die Partei auch 2026 wieder. 19 Prozent der neuen KPÖ-Stimmen stammten von ehemaligen Nichtwählern. Die KPÖ mobilisierte damit mit Abstand die meisten ehemaligen Nichtwähler aller Parteien. Zusätzlich gewann die KPÖ Stimmen von ehemaligen Grünen- und SPÖ-Wählern.
Wechselbewegungen zwischen KPÖ und Grünen
Zwischen der KPÖ und den Grünen, die seit 2021 gemeinsam in Graz regieren, gab es Wechselbewegungen in beide Richtungen. 5.000 KPÖ-Wähler von 2021 wählten 2026 die Grünen, während 6.000 frühere Grün-Wähler zur KPÖ wechselten. Die Grünen konnten insgesamt 51 Prozent ihrer Wähler von 2021 halten. 28 Prozent ihrer 2026-Wähler stammten aus dem KPÖ-Lager.
ÖVP, SPÖ, FPÖ und NEOS im Überblick
Bei der ÖVP wählten 67 Prozent der Wähler die Partei sowohl 2021 als auch 2026. 14 Prozent ihrer Wähler kamen von den Grünen. Die SPÖ wurde von 61 Prozent ihrer Wähler erneut gewählt, wobei 13 Prozent ihrer 2026-Wähler von der ÖVP stammten. Die SPÖ war der größte Wahlverlierer und verlor am meisten Stimmen in Richtung Nichtwähler. Die FPÖ gewann 21 Prozent ihrer neuen Wähler von der ÖVP; 53 Prozent ihrer Wähler stimmten erneut für die Partei. NEOS mobilisierten 40 Prozent ihrer früheren Wähler wieder, 25 Prozent ihrer 2026-Wähler kamen von der ÖVP.
86 Prozent jener Personen, die 2021 nicht wählten, nahmen auch 2026 nicht an der Wahl teil.








