Land Salzburg präsentiert 42-Punkte-Plan für mehr Gewaltschutz
Das Land Salzburg hat am 26. Juni 2026 einen neuen Maßnahmenplan zum Schutz vor Gewalt vorgestellt. Das Paket umfasst 42 Punkte und beinhaltet unter anderem die Einrichtung einer Gewaltambulanz.
Frauenlandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) und Christina Riezler, Leiterin des Gewaltschutzzentrums Salzburg, stellten die geplanten Maßnahmen vor.
Gewaltambulanz: Konzept liegt beim Bund
Eine Gewaltambulanz wurde bereits vor Jahren angekündigt. Solche Einrichtungen existieren bislang in Wien und Graz. Laut Riezler dient eine Gewaltambulanz der Beweissicherung von Verletzungen für Gerichtsverfahren. Das Konzept für eine entsprechende Einrichtung in Salzburg liegt dem Justizministerium vor, eine Antwort steht noch aus. Auch die Finanzierungszusage des Bundes fehlt bisher. Erste Vorbereitungen laufen dennoch bereits: Pflegepersonen befinden sich derzeit in Ausbildung als forensische Nurses.
Neue Schwerpunkte im Gewaltschutz
Der Maßnahmenplan sieht künftig einen stärkeren Fokus auf Menschen mit Behinderungen vor. Riezler zufolge wurde diese Zielgruppe bislang zu wenig erreicht. Darüber hinaus soll Taxipersonal besser im Bereich Gewaltschutz geschult werden. Jüngere Zielgruppen sollen über TikTok angesprochen werden.
Alle Maßnahmen werden laufend evaluiert und bei Bedarf angepasst.







