Mattle will Pensionsantritt mit 65 erst nach 45 Arbeitsjahren ermöglichen

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Tiroler Landeshauptmann Mattle fordert Mindestarbeitszeit für Pensionsantritt mit 65

Landeshauptmann Anton Mattle hat sich am Montag im Ö1-Mittagsjournal zur Pensionsreform geäußert. Er sprach sich dafür aus, dass ein Ruhestand frühestens mit 65 Jahren möglich sein soll, sofern mindestens 45 Arbeitsjahre nachgewiesen werden können.

Wer diese Zahl an Arbeitsjahren nicht erreicht, müsste laut Mattle über das 65. Lebensjahr hinaus arbeiten. Für Eltern will er Betreuungszeiten als Arbeitszeit anrechnen.

Unterschiedliche Reaktionen aus der Politik

Ingrid Korosec, Obfrau des Seniorenbundes, hatte zuvor einen ähnlichen Vorstoß unternommen und sich offen für eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters gezeigt. Sie argumentierte, das Antrittsalter dürfe sich nicht am biologischen Alter orientieren, sondern an den geleisteten Berufsjahren. Der SPÖ-Pensionistenverband lehnte diesen Vorschlag ab.

Tirols Landesrätin Astrid Mair unterstützte Mattles Vorschlag in einer Aussendung und bezeichnete ihn als richtigen Ansatz. Sie forderte, Beitragsjahre stärker zu bewerten als das reine Antrittsalter.

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim wiederholte die Kritik seiner Partei an Mattles Vorschlag. Er erklärte: „Hackln bis 70 wird es mit der SPÖ nicht geben.“ Der Tiroler FPÖ-Landtagsabgeordnete Patrick Haslwanter bezeichnete die Forderung als nicht durchdacht.

NEOS-Sozialsprecher Johannes Gasser begrüßte hingegen die neue Bewegung in der Debatte über das Pensionsantrittsalter. Er verwies darauf, dass aktuell mehr als jeder vierte Euro aus dem Budget in die Pensionen fließe.