Österreich unterzeichnet gemeinsame Bodenstrategie in Linz
In Linz haben am Montag alle österreichischen Bundesländer, der Bund sowie der Städte- und Gemeindebund eine gemeinsame „Österreich-Deklaration“ für eine nationale Bodenstrategie unterzeichnet. Gastgeber der Österreichischen Raumordnungskonferenz war der oberösterreichische Landesrat Markus Achleitner (ÖVP).
Das erklärte Ziel der Deklaration lautet laut Achleitner „Boden schützen und Zukunft ermöglichen“. Die Unterzeichner bekennen sich demnach zum sparsamen Umgang mit der Ressource Boden, wollen gleichzeitig aber wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung von Wohnraum ermöglichen.
Kein verbindlicher Grenzwert festgelegt
Die Deklaration enthält keine in Zahlen gefassten Vorgaben für die Flächeninanspruchnahme. Bundesminister Norbert Totschnig (ÖVP) verwies darauf, dass das Regierungsprogramm einen „Zielkorridor in Richtung eines 2,5 Hektar Bodenverbrauchs“ formuliere. Als konkrete Maßnahmen wurden unter anderem Nachverdichtung sowie die Stärkung von Orts- und Stadtkernen genannt.
Seit Dezember 2025 liegt erstmals eine vergleichbare Datenbasis zur Flächeninanspruchnahme in Österreich vor. Der entsprechende Monitoringbericht der Österreichischen Raumordnungskonferenz zeigt einen rückläufigen Bodenverbrauch: Zwischen 2019 und 2022 wurden durchschnittlich 10,9 Hektar pro Tag neu in Anspruch genommen, zwischen 2023 und 2025 waren es noch 6,5 Hektar täglich.
Grüne fordern gesetzlich verbindliche Grenzwerte
Der Grüne Klubobmann Severin Mayr übte Kritik an der Deklaration. Er bemängelte das Fehlen verbindlicher Ziele und bezeichnete die Strategie als „Beliebigkeit in Schriftform“ sowie als „versuchtes Beschwichtigungspapier“. Mayr forderte fixe, gesetzlich verpflichtend einzuhaltende Grenzwerte für den Flächenverbrauch.








