Studie: Österreichs Gemeinden im Mittelfeld bei digitaler Souveränität
Die Linzer Digitaluniversität IT:U hat eine umfangreiche Studie zur digitalen Infrastruktur europäischer Gemeinden veröffentlicht. Für die interaktive Plattform Municipalytics wurden Daten von rund 95.500 Kommunen in 30 europäischen Ländern ausgewertet. Forschungsleiter Florian Holzbauer ordnet Österreich im europäischen Vergleich bei der digitalen Souveränität im Mittelfeld ein.
E-Mail-Dienste überwiegend in außereuropäischer Hand
Rund 87 Prozent der österreichischen Städte und Gemeinden nutzen bei E-Mail-Diensten zumindest teilweise außereuropäische Anbieter. Nur 13 Prozent setzen dabei ausschließlich auf europäische oder heimische Anbieter. Microsoft zählt zu den häufig genutzten Anbietern in diesem Bereich.
Im europäischen Vergleich zeigen sich deutliche Unterschiede: In Deutschland greifen rund 20 Prozent der Gemeinden auf E-Mail-Anbieter außerhalb des eigenen Landes zurück. In Finnland hingegen nutzen 99 Prozent der Gemeinden ausländische E-Mail-Anbieter.
Website-Hosting: Österreich hinter Deutschland
Beim Hosting von Gemeinde-Websites werden in Österreich rund 60 Prozent der Angebote lokal oder innerhalb Europas betrieben. Deutschland liegt in diesem Bereich mit 97 Prozent deutlich höher. Das andere Ende der Skala markiert Irland, wo lediglich 14 Prozent der Gemeinde-Websites lokal oder innerhalb Europas gehostet werden.








