Salzburg will Autoverkehr um sieben Prozent reduzieren – Grüne kritisieren Konzept als zu vage
Dieses Thema Freunden empfehlen

Salzburg präsentiert neues Landesmobilitätskonzept

Das Land Salzburg hat am Dienstag ein neues Landesmobilitätskonzept vorgestellt. Das Konzept sieht vor, den Autoverkehr im Bundesland in den kommenden zehn Jahren um rund sieben Prozent zu reduzieren.

Gleichzeitig sollen die Anteile der zu Fuß zurückgelegten Wege, der Radwege sowie der Wege mit öffentlichem Verkehr jeweils um rund zwei Prozent steigen. In der Stadt Salzburg ist das Ziel gesetzt, dass zwölf Prozent mehr Menschen künftig auf das Auto verzichten.

Radwegenetz und öffentlicher Verkehr im Fokus

Landesbaudirektor Daniel Burtscher verwies darauf, dass im Radwegenetz noch Lücken von insgesamt 20 Kilometern bestehen. Bis 2035 sind laut Konzept 150 zusätzliche Kilometer Radwege geplant. Auf dem Land sollen zudem Mikro-Busse wie das Tennengau Shuttle ausgebaut werden.

Das Land will außerdem am Ausbau von Park&Ride-Parkplätzen festhalten. Verkehrsreferent und Vize-Regierungschef Stefan Schnöll (ÖVP) räumte dabei ein, dass die Suche nach geeigneten Flächen zunehmend schwieriger werde.

Kritik von den Grünen

Die Grünen bewerten die Pläne als zu vage. Sie verweisen darauf, dass der Anteil des Autoverkehrs in den vergangenen zehn Jahren bereits um sieben Prozent gesunken sei, die Zahl der gefahrenen Kilometer jedoch um eine Million gestiegen sei.