SPÖ-Landeschef Max Lercher hat eine Koalition mit der FPÖ in der Steiermark nicht ausgeschlossen. Im ORF-Steiermark-Sommergespräch am Donnerstag, dem 20. August 2026, sagte Lercher, seine Partei stehe für Zusammenarbeit im Sinne der Steiermark zur Verfügung, „aber nicht um jeden Preis“. Das Gespräch mit dem SPÖ-Politiker führte ORF-Chefredakteur Wolfgang Schaller.
Lercher schließt Zusammenarbeit mit FPÖ nicht aus
Max Lercher begründete seine Haltung damit, dass man nicht aus Partei-Kalkül jemanden von vornherein ausschließen könne. Eine Koalition mit der FPÖ, aktuell von Mario Kunasek geführt, ist damit aus Sicht des SPÖ-Landeschefs grundsätzlich denkbar. Gleichzeitig knüpfte Lercher eine mögliche Zusammenarbeit an Bedingungen und betonte, diese müsse im Interesse des Bundeslandes erfolgen.
Im Sommergespräch brachte Lercher zudem einen sogenannten Steiermark-Fonds ins Spiel. Details zu dessen konkreter Ausgestaltung nannte er in diesem Zusammenhang nicht.
Der SPÖ-Chef übte zudem Kritik an der amtierenden Landesregierung, in der die ÖVP der zweite Koalitionspartner ist. Er bemängelte Einsparungen im Gesundheitsbereich. Im Bildungsbereich kritisierte Lercher die Situation bei der Schul-Assistenz, durch die Familien nach seiner Darstellung unter Druck geraten. Als inhaltlichen Schwerpunkt der aktuellen Landesregierung nannte Lercher die Volkskultur.
Sommergespräche als politisches Stimmungsbild
Sommergespräche mit führenden Landespolitikern gehören traditionell zum festen Programm regionaler ORF-Anstalten. Sie finden in den Wochen vor Beginn des politischen Herbstbetriebs statt und bieten Parteichefs Gelegenheit, ihre Positionen zu zentralen Themen des jeweiligen Bundeslandes darzulegen. Häufig werden dabei auch mögliche Koalitionsoptionen angesprochen, ohne dass daraus bereits konkrete Verhandlungen entstehen müssen.
In der Steiermark ist die politische Konstellation seit der vergangenen Landtagswahl von einer Koalition aus ÖVP und SP�O geprägt gewesen, wobei die FPÖ als weitere relevante politische Kraft im Landtag vertreten ist. Aussagen von Parteichefs zu möglichen künftigen Koalitionspartnern werden in solchen Gesprächen regelmäßig als Signale für die politische Ausrichtung vor kommenden Wahlen gewertet, ohne dass sie bereits eine Festlegung auf ein konkretes Regierungsbündnis bedeuten.
Themen wie Gesundheitsversorgung und schulische Unterstützungsangebote zählen in föderalen Systemen wie dem österreichischen zu den Bereichen, in denen Bundesländer über eigene Zuständigkeiten und Gestaltungsspielräume verfügen. Kritik an Einsparungen in diesen Bereichen ist daher ein wiederkehrender Bestandteil politischer Auseinandersetzungen zwischen Regierung und Opposition auf Landesebene.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.





