Vier Bundesländer entsenden täglich Polizeikräfte nach Wien
Seit Montag müssen Niederösterreich, Oberösterreich, die Steiermark und das Burgenland täglich Polizistinnen und Polizisten nach Wien schicken. Die Beamten unterstützen dort Schwerpunktaktionen im Rahmen der Einsatzgruppe gegen Jugendkriminalität (EJK).
Das Innenministerium bestätigte die Anordnung am Donnerstag. Insgesamt pendeln 24 Beamtinnen und Beamte pro Tag von Montag bis Samstag in die Bundeshauptstadt.
Ministerium: Regelmäßige Praxis
Ein Sprecher des Innenministeriums erklärte, dass die tageweise Entsendung von Kräften nach Wien regelmäßig praktiziert werde. Man versuche dabei, möglichst freiwillige Beamtinnen und Beamte für die Einsätze zu finden. Das Ministerium bezeichnete die Maßnahme als gutes Beispiel für effiziente Ressourcennutzung.
Kritik von Personalvertretern
Manfred Hofbauer, Personalvertreter der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) in Oberösterreich, sowie Gerhard Zauner, Personalvertreter der Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) in Wien, äußerten sich zu der Personalmaßnahme. Zauner verwies dabei auf 650 unbesetzte Planstellen in den operativen Bereichen in Wien. Auch Walter Strallhofer, FSG-Vorsitzender in Wien, nahm zu der Angelegenheit Stellung.
Ähnliche Maßnahme für Vorarlberg
Die Landespolizeidirektion Steiermark wurde zudem angewiesen, Beamte für eine Zuteilung zu den Schnellen Reaktionskräften (SRK) nach Vorarlberg zu stellen. In einem entsprechenden Schreiben wurde die prekäre Personalsituation auf den Polizeiinspektionen in Vorarlberg als Grund genannt.




