Wiener Grüne ziehen im Dezember in neue Parteizentrale am Donaukanal

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Die Wiener Grünen verlegen im Dezember ihre Parteizentrale. Die Partei zieht von der Würtzlerstraße im 3. Bezirk in das neu errichtete LeopoldQuartier im 2. Bezirk. Die neue Zentrale ist rund 100 Quadratmeter größer als die bisherigen Räumlichkeiten.

Neue Adresse am Donaukanal

Das LeopoldQuartier, in das die Wiener Grünen im Dezember übersiedeln, liegt direkt am Donaukanal im 2. Bezirk. Errichtet wurde die Anlage vom Immobilienentwickler UBM Development. Das Gebäude wurde in Holz-Hybrid-Bauweise umgesetzt und setzt auf Geothermie sowie Photovoltaik zur Energieversorgung.

Der Gebäudekomplex gliedert sich in zwei Bereiche: Das LeopoldQuartier Office umfasst rund 22.000 Quadratmeter Büroflächen, das LeopoldQuartier Living stellt 250 Wohnungen bereit. Parteichefin Judith Pühringer und Landesgeschäftsführerin Verena Knogler, die das Amt seit Februar innehat, verantworten den Umzug der Partei in die neuen Räumlichkeiten.

Frühere Standorte der Parteizentrale

Die aktuelle Parteizentrale der Wiener Grünen befindet sich in der Würtzlerstraße im 3. Bezirk. Zuvor war die Parteizentrale in der Lindengasse im 7. Bezirk untergebracht. Mit dem Umzug ins LeopoldQuartier wählt die Partei nun erneut einen anderen Bezirk als Sitz.

Im 2. Bezirk, in dem die neue Zentrale entsteht, stellte mit Uschi Lichtenegger einst eine Grün-Politikerin die Bezirksvorsteherin. Die Grünen verloren den Bezirk im Jahr 2020 an die SPÖ.

Stabile Verhältnisse im 7. Bezirk

Anders stellt sich die Lage im 7. Bezirk dar, dem früheren Sitz der Parteizentrale in der Lindengasse. Dort stellen die Grünen seit 25 Jahren durchgehend den Bezirksvorsteher. Thomas Blimlinger holte den Bezirk im Jahr 2001 mit mehr als 33 Prozent der Stimmen für die Grünen. Im Jahr 2017 übergab er das Amt an Markus Reiter, der bei der vergangenen Wahl im Vorjahr 48,1 Prozent erreichte. Am Freitag richtet Reiter aus diesem Anlass ein Fest am Siebensternplatz aus.

Bürokonzepte mit Blick auf Energie und Bauweise

Grundsätzlich spielen bei der Auswahl neuer Büro- und Verwaltungsstandorte zunehmend Kriterien wie Energieeffizienz und Bauweise eine Rolle. Holz-Hybrid-Konstruktionen verbinden üblicherweise Holz als nachwachsenden Baustoff mit Beton oder Stahl in tragenden Teilen des Gebäudes und gelten als vergleichsweise ressourcenschonende Alternative zu klassischen Massivbauten. Geothermie wird bei solchen Projekten häufig zur Beheizung und Kühlung genutzt, indem die im Erdreich gespeicherte Wärme über Sonden oder Kollektoren erschlossen wird. Photovoltaikanlagen auf Dach- oder Fassadenflächen ergänzen die Energieversorgung durch die Erzeugung von Strom aus Sonnenlicht.

Gemischt genutzte Quartiere, die wie das LeopoldQuartier sowohl Büro- als auch Wohnflächen bündeln, folgen einem Planungsansatz, der unterschiedliche Nutzungen an einem Standort zusammenführt. Solche Konzepte sollen üblicherweise dazu beitragen, Wege zwischen Wohnen und Arbeiten zu verkürzen und die Flächen über den Tag hinweg gleichmäßiger auszulasten.