Stauraum clever nutzen: So schaffen Sie Ordnung in Keller, Garage und Abstellraum
Kartons vom letzten Umzug, ein Fahrrad ohne Luft in den Reifen, drei Paar Skischuhe und irgendwo dazwischen die Weihnachtsdeko vom Vorjahr. Klingt vertraut?
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In vielen österreichischen Haushalten sieht es im Keller, in der Garage oder im Abstellraum ähnlich aus. Dabei ließe sich aus diesen Räumen mit erstaunlich wenig Aufwand richtig viel herausholen.

Erst aussortieren, dann organisieren

Der Klassiker: Man nimmt sich vor, Ordnung zu schaffen, kauft ein paar Boxen und stapelt am Ende alles nur neu. Besser ist es, zuerst konsequent auszumisten. Alles raus, sichten, ehrlich sein. Brauche ich das wirklich noch? Kleidung, Elektronik und Sportgeräte, die seit Jahren unberührt herumstehen, lassen sich spenden, über Flohmarkt-Apps verkaufen oder beim Recyclinghof abgeben. Alte Elektrogeräte gehören übrigens getrennt entsorgt – der Gemeindesperrmüll hilft hier weiter. Das Aussortieren fühlt sich anfangs zäh an. Aber danach sieht man zum ersten Mal, wie viel Platz eigentlich vorhanden ist.

Den Raum in Zonen aufteilen

Ein aufgeräumter Keller folgt einem simplen Prinzip: Jeder Gegenstand hat einen festen Platz. Werkzeug in eine Ecke, Saisonales in eine andere, Vorräte in die dritte. Regelmäßig Gebrauchtes kommt in Griffhöhe, selten Benötigtes wandert nach hinten oder oben. Fahrräder und Leitern lassen sich mit Wandhalterungen platzsparend aufhängen und geben Bodenfläche frei.

Schwere Sachen wie Getränkekisten, Autoreifen oder Werkzeugkoffer brauchen etwas Robusteres. Ein stabiles Lagerregal mit hoher Tragkraft hebt Lasten vom Boden, schafft übersichtliche Lagerbereiche und nutzt die Raumhöhe aus. Daneben leisten einfache Steckregale oder Wandhaken gute Dienste – je nachdem, was gelagert werden soll.

Beschriftung: banal, aber wirkungsvoll

Durchsichtige Aufbewahrungsboxen mit Etiketten klingen nach einer Kleinigkeit. Im Alltag machen sie aber tatsächlich einen riesigen Unterschied. In Kellerabteilen, wo man nicht täglich nachsieht, spart konsequentes Beschriften langes Suchen.

Tipp: Fotografieren Sie den Inhalt einer Box und kleben Sie das Bild außen drauf – das geht schneller als Schreiben und ist sofort erkennbar. Gruppieren Sie Boxen nach Kategorien und markieren Sie die Bereiche farblich. So finden Sie alles in Sekunden, auch nach Monaten.

Feuchtigkeit: ein Thema für sich

In vielen österreichischen Kellern ist die Luftfeuchtigkeit ein Faktor, den man keinesfalls abtun sollte. Metall und Kunststoff halten feuchten Bedingungen besser stand als Holz, das langfristig aufquillt oder schimmelt. Ein einfaches Hygrometer zeigt, ob Handlungsbedarf besteht. Liegen die Werte dauerhaft über 65 Prozent, lohnt sich ein Entfeuchter. Textilien, Bücher oder Holzspielzeug gehören in verschließbare Boxen. Auch die Regalwahl ist ausschlaggebend: Für das Einrichten von Keller und Garage sind Metallregale im Feuchtraum die zuverlässigere Option.

Routinen helfen, den Zustand zu halten

Einmal aufräumen reicht leider nicht. Zweimal im Jahr – etwa im Jänner nach der Weihnachtszeit und im April vor der Gartensaison – sollte man die Nebenräume durchgehen. Was ist dazugekommen? Was darf weg? Saisonale Übergänge eignen sich dafür besonders gut: Winterreifen einlagern im Frühjahr, Gartenmöbel verstauen im Herbst. Solche Anlässe nehmen dem Ganzen die Überwindung.

Ein aufgeräumter Abstellraum verändert den Alltag stärker, als man zunächst vermuten würde. Die Art, wie wir in Österreich wohnen und unsere Räume gestalten, hat eine lange Tradition – und durchdachte Organisation gehört unverzichtbar dazu.