Vorarlberg: 3.000 Frauen nehmen kostenlose Verhütung in Anspruch – Langzeitmittel im Fokus
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Pilotprojekt zu kostenloser Verhütung in Vorarlberg: Rund 3.000 Teilnehmerinnen bis Ende 2026

Im Jahr 2024 startete im Auftrag des Gesundheitsministeriums das Pilotprojekt „Informiert Verhüten in Vorarlberg“. Bis Ende 2026 sollen rund 3.000 Mädchen und Frauen eine kostenlose Verhütung in Anspruch genommen haben. Der Bund stellt dafür 950.000 Euro bereit.

Das Fraueninformationszentrum Femail wickelt das Projekt ab, die aks gesundheit GmbH ist als Projektpartnerin beteiligt. Die wissenschaftliche Begleitung übernimmt die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG).

Langzeitverhütung besonders gefragt

Rund 70 Prozent der Teilnehmerinnen entschieden sich für ein Langzeitverhütungsmittel – entweder eine Kupfer- oder Goldspirale, eine Hormonspirale oder ein Hormonstäbchen (Implanon). Das steht im Kontrast zu den allgemeinen Verhütungsgewohnheiten: Laut dem Verhütungsbericht des Gesundheitsministeriums setzen zwei Drittel der Frauen in Österreich auf Kurzzeitverhütungsmittel wie die Pille oder das Kondom.

Jede neunte Frau zeigte im Rahmen des Projekts Interesse an der psychosozialen Verhütungsberatung. Femail-Geschäftsführerin Lea Putz-Erath leitet das Projekt.

Aufnahme abgeschlossen, Angebot teilweise weiter

Die Aufnahme neuer Teilnehmerinnen in das Projekt ist abgeschlossen. Derzeit wird noch eine Warteliste abgearbeitet. Kostenfreie Kondome sowie die kostenfreie psychosoziale Verhütungsberatung werden weiterhin angeboten.

Eine österreichweite Ausweitung eines kostenlosen Verhütungsangebots ist vorerst nicht geplant. Das Sozial- und Gesundheitsministerium teilte mit, die aktuelle Budgetlage lasse dafür derzeit keinen Spielraum.