Reform der Lehrkräfteausbildung: Alarmierende Signale aus Salzburg
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Reformpläne für Lehrkräfteausbildung: Gewerkschaft äußert Sorge um Pädagogische Hochschule Salzburg

Die geplante Neuordnung der Lehrkräfteausbildung auf Bundesebene sorgt in Salzburg für Diskussionen. Gewerkschaftsvertreter befürchten Einschränkungen für die Pädagogische Hochschule Salzburg und insbesondere für deren Praxisschulen.

Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) hat angekündigt, die Ausbildung von Lehrkräften neu zu regeln. Pädagogische Hochschulen und universitäre Lehramtsbereiche sollen zu einer gemeinsamen „School of Education“ zusammengeführt werden, um eine effizientere und praxisnahe Ausbildung zu erreichen.

Sorge um Praxisvolksschule und Praxismittelschule

Gewerkschafter befürchten, dass die Praxisvolksschule und die Praxismittelschule in Salzburg im Zuge der Reform gestrichen werden könnten. Beide Einrichtungen gelten laut Darstellung als Schulen mit gutem Ruf. Die Praxisvolksschule der Pädagogischen Hochschule wurde neu gebaut, die Praxismittelschule wird bis 2027 umgebaut. Die Pädagogische Hochschule Salzburg selbst wurde vor Kurzem generalsaniert.

Sebastian Lankes, Vorsitzender des Gewerkschaftlichen Betriebsausschusses der Pädagogischen Hochschule Salzburg, bezeichnet die Praxisvolksschule und die Praxismittelschule als wichtige Schnittstelle zwischen Forschung und schulischer Praxis. Es sei nicht im Ansinnen der Gewerkschaft, dass diese Praxisschulen „unter die Räder kommen“. Zugleich hebt er hervor, dass die Pädagogischen Hochschulen wertvolle Arbeit in der schulischen Praxis leisten und gestärkt bleiben sollen.

Rolle der Praxisschulen und dienstrechtliche Fragen

Die Gewerkschaft befürchtet zudem dienstrechtliche Auswirkungen für Lehrkräfte der Praxisschulen. Diese Lehrkräfte wirken auch in der Lehrerfortbildung mit. Lankes erklärt, er gehe bei den Reformplänen des Ministeriums nicht davon aus, dass sie zu Verbesserungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen werden.

Gewerkschafter kritisieren, dass von Seiten des Bildungsministeriums bisher keine Gespräche mit ihnen geführt worden seien. Die Pläne des Ministeriums werden als sehr unklar formuliert beschrieben.

Rektorin betont Bedeutung der Pädagogischen Hochschule

Rektorin Daniela Martinek verweist darauf, dass sich die Konzepte der Praxisschulen bewährt hätten und auch künftig ausgebaut werden sollten. Derzeit würden die Praxisschulen zu Modell- und Forschungsschulen weiterentwickelt. Die Voraussetzungen für eine gelingende Weiterentwicklung seien nach ihren Angaben hervorragend.

Martinek beschreibt die Pädagogische Hochschule Salzburg als Einrichtung mit sehr gutem Ruf und bezeichnet sie als unverzichtbar. Zwischen der Pädagogischen Hochschule Salzburg und der universitären Lehramtsausbildung in Salzburg besteht den Angaben zufolge eine enge Kooperation.

Mit Blick auf die Reformpläne sagt Martinek, man stehe am Anfang einer Diskussion. Sie betont die Wichtigkeit einer konstruktiven Haltung in diesem Prozess. Lehrerinnen- und Lehrerbildung werde ihrer Einschätzung nach immer in Diskussion sein, weil sich die Bedarfe der Schule und die gesellschaftlichen Erwartungen an die Schule im Wandel befinden.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.