Reha-Zentrum Wildbad: Wo psychisch erkrankte Eltern ihre Kinder mit in die Therapie nehmen können
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Reha-Zentrum Wildbad bietet Rehabilitation für Eltern mit Kindern

Im Reha-Zentrum Wildbad in der Steiermark nahe der Kärntner Grenze können psychisch erkrankte Eltern ihre Kinder zu einem mehrwöchigen Reha-Aufenthalt mitbringen. Das Angebot besteht seit rund zehn Jahren und wird als österreichweit einzigartig beschrieben.

Für einen Platz im Programm „Reha mit Kind“ warten Familien laut Berichten teilweise bis zu neun Monate. Gleichzeitig können bis zu 20 Familien aufgenommen werden.

Betreuung der Kinder während der Therapiezeiten

Die mitreisenden Kinder sind im Reha-Zentrum Wildbad nicht als eigene Patientinnen oder Patienten aufgenommen. Während der Therapiezeiten der Eltern werden sie von pädagogischem Fachpersonal betreut.

Jüngere Kinder besuchen während des Aufenthalts einen Kindergarten im Haus. Schulkinder, die für die Dauer der Reha aus der Schule genommen werden, erhalten vor Ort Lernbetreuung.

Struktur der Aufenthalte und weitere Schwerpunkte

Ein Therapieturnus im Reha-Zentrum Wildbad dauert sechs Wochen. Es kommt vor, dass Eltern mit mehreren Kindern anreisen. Nach Angaben der ärztlichen Direktorin Ulrike Weiß ist die Unterbringung und Behandlung solcher Familien mit organisatorischen Herausforderungen verbunden.

Eveline Pint, Bereichsleiterin Psychologie & Psychotherapie, weist darauf hin, dass es für Eltern häufig schwierig ist, ihre Kinder für sechs Wochen extern unterzubringen. Aus ganz Österreich werden Eltern als Patientinnen und Patienten nach Wildbad zugewiesen.

Neben dem Angebot „Reha mit Kind“ verfügt das Reha-Zentrum Wildbad über einen weiteren Schwerpunkt in der Kinder- und Jugend-Rehabilitation. Kinder ab sieben Jahren können dort fünf Wochen lang Therapien erhalten. Zu den Patientinnen gehört auch Marina Mitterer-Egger, die ihre Tochter zum Rehaaufenthalt mitnimmt.