Steiermark digitalisiert Hochwasserschutzanlagen mit Projekt „Ramon“
In der Steiermark sind alle 150 Rückhaltebecken mit moderner Mess- und Alarmierungstechnik ausgestattet worden. Die Digitalisierung erfolgt im Rahmen des Projekts „Ramon“ und soll bis Ende des Monats vollständig in Betrieb und digital vernetzt sein.
Die eingesetzte Technik stammt von der Firma Geodata aus Leoben. Die Ausstattung der Rückhaltebecken mit den neuen Systemen ist seit dem genannten Wochenende erfolgt.
Messung, Überwachung und Alarmierung
Die Pegelstände in den Rückhaltebecken werden automatisch über Radarsensoren und Drucksonden überwacht. Alle Pegelstände werden permanent aufgezeichnet.
Die erfassten Daten werden gesammelt auf einer Webplattform visualisiert. Für jedes Rückhaltebecken sind Alarmschwellenwerte definiert.
Beim Überschreiten dieser Schwellenwerte alarmiert das System „Ramon“ wesentliche Akteure per SMS und E-Mail. Die Alarmmeldungen enthalten zusätzlich ein Foto von der Situation vor Ort.
Hochwasserdokumentation und Risikoanalysen
Landesrätin Simone Schmiedtbauer (ÖVP) erklärt, dass die Auswirkungen von Starkregenereignissen in kleinen Einzugsgebieten besser beobachtet werden können. Durch die permanente Aufzeichnung können Hochwasserereignisse besser dokumentiert werden.
Die dokumentierten Ereignisse können in zukünftige Risikoanalysen eingebunden werden. Leiter der Schutzwasserwirtschaft und Koordinator für Hochwasserrisikomanagement des Landes Steiermark ist Christoph Schlacher, Projektleiter von „Ramon“ ist Christian Fink.
Finanzierung des Projekts
Das Projekt „Ramon“ hat ein Gesamtvolumen von über drei Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt je zur Hälfte durch das Land und den Bund.








