Künstliche Intelligenz verändert Nachhilfe und Lernalltag
Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in den Schulalltag und wirkt sich auch auf den Bereich der Nachhilfe aus. Digitale Anwendungen unterstützen Schülerinnen und Schüler beim Lernen und bei der Vorbereitung auf Schularbeiten und Prüfungen.
KI wird dabei unter anderem als eine Art persönlicher Tutor eingesetzt, der Lernpläne erstellt, Lernschwächen und Wissenslücken erkennt und konkretes Feedback gibt, wie sich Lernende verbessern können.
Agentische KI als neuer Nachhilfeansatz
Im Zusammenhang mit Nachhilfe wird eine sogenannte „agentische KI“ beschrieben. Dabei handelt es sich um eine fortschrittliche Form von Künstlicher Intelligenz, die konkrete Ziele formuliert und menschliche Entscheidungsfindungen nachahmt, um Probleme zu lösen.
Laut dem KI-Experten Tamas Schöberl kann eine solche KI Lernpläne für Schülerinnen und Schüler erstellen und das Niveau je nach Wissensstand anpassen. Agentische KI werde verstärkt in der Nachhilfe eingesetzt, viele Lernende würden KI-Tools für Übungen und zur Vorbereitung auf Schularbeiten oder Prüfungen nutzen.
Schöberl zufolge verwenden viele Schülerinnen und Schüler Künstliche Intelligenz als Tutor, der orts- und zeitunabhängig zur Verfügung steht und konkret auf individuelle Bedürfnisse eingeht.
Kostenfrage und Rolle klassischer Nachhilfe
Berichtet wird, dass Eltern bei der Nutzung von KI-Nachhilfe im Vergleich zu klassischen Angeboten Kosten sparen können. Eine Stunde Nachhilfe im Gruppenunterricht kostet demnach etwa 15 Euro, für eine Einzelstunde wird deutlich mehr verlangt.
Nachhilfe-Institute gehen dennoch nicht davon aus, dass ihr Angebot vollständig durch KI ersetzt wird. Branchenvertreter betonen die Bedeutung des persönlichen Kontakts zwischen Lehrkraft und Lernenden.
Stimmen aus der Nachhilfe-Branche
Markus Kalina von der Schülerhilfe Österreich erklärt, man könne bei Schülerinnen und Schülern, die sich nur minimal verbessern oder zusätzliche Übungen machen wollen, auf KI zurückgreifen. Bei den meisten gehe es jedoch um mehr als nur minimale Verbesserungen und Übungen.
Kalina sieht Künstliche Intelligenz als kurzfristig gut nutzbar, hält langfristig aber den persönlichen Kontakt mit einer Lehrkraft für notwendig. Dieser persönliche Kontakt werde durch KI nicht ersetzt.
Auch Angela Schmidt vom Nachhilfeanbieter Lernquadrat berichtet, dass Lehrkräfte dort mit KI arbeiten, etwa um Übungsblätter zu erstellen und gezielt auf Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler einzugehen. Zugleich weist sie darauf hin, dass bei Prüfungen, Schularbeiten oder der Matura das eigene Wissen der Schülerinnen und Schüler erforderlich ist und KI in diesen Situationen nicht helfen kann.
In diesem Zusammenhang wird zudem hervorgehoben, dass KI konkrete Ratschläge für Prüfungsvorbereitungen geben kann, der direkte Kontakt mit der Lehrperson aber nicht durch digitale Systeme ersetzt werde.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








