Revolution in der Lungenkrebs-Diagnostik: Wiener Klinik führt Österreichs ersten Bronchoskopie-Roboter ein
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Erster Bronchoskopie-Roboter Österreichs in Wiener Klinik Floridsdorf

In der Klinik Floridsdorf in Wien ist der erste Bronchoskopie-Roboter Österreichs in Betrieb genommen worden. Das System soll die Früherkennung von Lungenkrebs verbessern und die Diagnostik präziser machen.

Lungenkrebs gilt weltweit als führende Todesursache bei Krebserkrankungen. In Österreich werden jährlich rund 5.000 Neuerkrankungen und 4.000 Todesfälle verzeichnet.

Vorgestellt wurde der Bronchoskopie-Roboter in der Klinik Floridsdorf von Arschang Valipour, dem Vorstand der Inneren Medizin und Pneumologie, im Beisein des Wiener Gesundheitsstadtrats Peter Hacker und des Digitalisierungssprechers der Wiener Neos, Stefan Gara. Die Abteilung für Innere Medizin und Pneumologie der Klinik Floridsdorf wird als größtes Lungenkrebszentrum Österreichs bezeichnet. Die Kosten für den Roboter inklusive technischer Aufrüstung belaufen sich auf eine Million Euro.

Neben dem Bronchoskopie-Roboter steht in der Klinik Floridsdorf eine ergänzende 3D-Bildgebung mittels Cone Beam CT zur Verfügung. Laut Wiener Gesundheitsverbund ist die Kombination aus Bronchoskopie-Roboter und Cone Beam CT in Österreich einzigartig.

Bei der roboterassistierten Bronchoskopie wird ein sehr flexibler und dünner Katheter robotisch gesteuert tief in die fein verzweigten Atemwege der Lunge geführt. Entlang einer zuvor festgelegten Navigationsroute können gezielt Gewebeproben aus kleinen, schwer erreichbaren Lungenknötchen entnommen werden. Die Untersuchung erfolgt in der Regel unter leichter Narkose und dauert etwa 30 bis 60 Minuten.

Laut Wiener Gesundheitsverbund ermöglicht die robotische Steuerung eine präzisere und stabilere Navigation in kleinen Luftwegen als herkömmliche Bronchoskopien. Mit der roboterassistierten Methode können auch sehr kleine Lungenherde besser erreicht werden. Dadurch kann die Zeit bis zur gesicherten Diagnose verkürzt und in vielen Fällen unnötige chirurgische Eingriffe vermieden werden.

Eine frühzeitigere Diagnosestellung eröffnet die Möglichkeit, schneller mit einer Therapie zu beginnen. Lungenkrebsdiagnosen erfolgen häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium. Wird Lungenkrebs früh erkannt, liegt die Fünf-Jahres-Überlebensrate bei bis zu 90 Prozent. Arschang Valipour betont, Ziel moderner Medizin müsse es sein, Lungenkrebs so früh wie möglich zu diagnostizieren und damit die Heilungschancen deutlich zu verbessern.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.